Haftungsausschluss

Ständige Überbelastung verursacht Arthrose

Arthrose trifft nahezu jeden Menschen. Im Laufe des Lebens halten die Gelenke den Belastungen nicht mehr stand, sodass die Erkrankung entsteht. Eine häufige Ursache ist eine ständige Überlastung, wobei eine Arthrose prinzipiell durch ein Missverhältnis zwischen der Beanspruchung der Gelenke und der Belastbarkeit entsteht. Zu den möglichen Gründen für eine Überbelastung gehören beispielsweise

  • Übergewicht,
  • eine hohe Gelenkbelastung bei der Arbeit
  • oder im Leistungssport.

Ständige Überbelastung und Verschleißt fördern Arthrose

Bei der Arthrose, die oftmals durch eine ständige Überbelastung verursacht wird, nutzt sich der Gelenkknorpel ab. Das Gelenk wird dadurch nachhaltig geschädigt. Von einem Verschleiß durch ständige Überlastungen sind häufig Menschen betroffen, die körperlich hart arbeiten. Sich wiederholende gleichförmige Bewegungen, zum Beispiel durch ein ständiges und langes Knien, können ebenso eine Arthrose begünstigen. Zudem treten Überbelastungen durch eine übermäßige sportliche Betätigung auf. Das Gleiche gilt für Sportarten, bei denen ein schneller Richtungswechsel erforderlich ist oder ein zu starker Druck auf die Gelenke ausgeübt wird. Sich wiederholende gleichförmige Bewegungen, Übergewicht sowie Gelenkfehlstellungen, beispielsweise O- oder X-Beine, sind weitere Risikofaktoren. Diese Belastungen führen dazu, dass sich der Gelenkknorpel langsam abreibt und ein Knorpelabrieb beginnt.


Wie sich aus dem Knorpelschaden eine Arthrose entwickelt

Die Bestandteile des Knorpels werden unter normalen bzw. gesunden Voraussetzungen ständig erneuert. Knorpelzellen, die defekt sind, können dies jedoch nicht mehr leisten. Die Knorpelsubstanz wird zudem zersetzt, sodass der Knorpel an Elastizität und Festigkeit verliert und die Knorpelschicht dünner wird. Unter Belastung kann sie einreißen oder Spalten bilden. Daher ist es sehr wichtig, dass die Überlastung frühzeitig erkannt und verhindert wird.

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Wenn das Gelenk weiter zu stark beansprucht wird, verändern sich im Laufe der Zeit ebenso die Gelenkinnenhaut, die Bänder und der Knochen. In diesem Fall wird von einer Arthrose gesprochen. In den stärksten Belastungspartien verschwindet der Knorpelbelag dann schließlich gänzlich. Die Gelenkknochen liegen frei, da sich der Gelenkspalt verschmälert. Das Knochengewebe verdichtet sich. In die Knochenstruktur kann Gelenkflüssigkeit gelangen und zudem kann im Knochen ein Hohlraum entstehen. Oftmals kommt es obendrein zu entzündlichen Prozessen. Der Grund hierfür ist, dass sich im Gelenk Zellreste und Stoffwechselprodukte ansammeln. Der Gelenkverschleiß, der bis zu diesem Zeitraum vielleicht keine Symptome verursacht hat, verwandelt sich nun in eine aktivierte, also entzündliche Arthrose.


Mit welchen Symptomen geht die Arthrose einher?

Typische Symptome einer Arthrose sind Schmerzen und steife Gelenke. Die Schmerzen verstärken sich häufig bei kaltem und feuchtem Wetter und bei körperlichen, meist stoßartigen Belastungen, beispielsweise beim Herunterlaufen einer Treppe. Im Sommer, wenn es trocken und warm ist, können bestehende Symptome mitunter deutlich zurückgehen oder vorübergehend sogar ganz verschwinden. Typisch ist auch für eine Arthrose der Anlaufschmerz: Die ersten Bewegungen sind nach einer längeren Ruhephase, beispielsweise morgens nach dem Aufstehen, besonders schmerzhaft und oftmals auch steif. Haben sich die Gelenke „eingelaufen“, nehmen die Schmerzen meist wieder ab.

Daher gilt im Allgemeinen: Je häufiger das Gelenk bewegt wird, umso geringer werden meist die Schmerzen. Oftmals kommt es auch zu einer Geräuschentwicklung in den Gelenken. Bei verschiedenen Bewegungen entstehen knirschende oder knackende Geräusche, die mit zunehmender Bewegung nachlassen. Schmerzen im Ruhezustand deuten auf eine Überlastung hin. Im Gelenk läuft dann meist bereits ein entzündlicher Prozess ab. Im fortgeschrittenen Stadium der Arthrose hat sich der Knorpel immer mehr abgerieben, sodass es zu einer Gelenkreizung kommt. Das Gelenk schwillt häufig an, füllt sich mit Flüssigkeit und kann deformieren.

Mit fortschreitender Arthrose kommt es in der Regel zu einer Intensivierung der Symptome. Die Anlaufschmerzen werden immer mehr zum dauerhaften Schmerz, sodass er also sowohl im Ruhezustand als auch unter Bewegung auftritt. Letzteres wird als Ermüdungs- oder Belastungsschmerz bezeichnet. Zudem werden umliegende Muskeln, Sehnen und Bänder geschädigt. Die Arthrose kann so weit fortschreiten, dass ein oder mehrere Gelenke nicht mehr bewegt werden können.


Verschiedene Stadien der Arthrose – genauer Überblick

Arthrose entsteht nicht von heute auf morgen, denn der Verschleiß der Gelenke zieht sich über mehrere Jahre hin. Anfangs sind die Beschwerden harmlos oder werden gar nicht wahrgenommen. Später verursacht jede Belastung Schmerzen, doch bis dahin ist es meist ein weiter Weg. Daher wird die Arthrose oftmals erst im fortgeschrittenen Stadium erkannt. Dabei kann eine frühzeitige Behandlung den Verlauf positiv beeinflussen. Mediziner teilen die Arthrose in folgende Entwicklungsstadien ein:

Frühstadium

Das erste Arthrosestadium löst meist keine Beschwerden aus und wird von den Patienten somit nicht bemerkt. Dies wird als stille Arthrose bezeichnet. Im Frühstadium kommt es zu einem Defekt im Knorpelüberzug, das heißt, einem Knorpelschaden. Die Knorpelschicht ist auf den Knochenenden rauer und beginnt zunehmend auszudünnen. Noch ist der Schaden auf kleine Flächen begrenzt, doch selbst kleine Knorpelschäden fördern Veränderungen im Gelenk.

Zwischenstadium

Die meisten Betroffenen nehmen im zweiten Stadium die ersten Symptome der Arthrose wahr, beispielsweise die Anlaufschmerzen. Die Schmerzen sind nicht permanent und teilweise ohne Medikamente zu lindern. Wie lange das Zwischenstadium andauert, ist je nach Patient verschieden. Es hängt von unterschiedlichen Faktoren ab, beispielsweise der Belastung des geschädigten Gelenks. Die Veränderungen machen das Gelenk immer unbeweglicher. Der Schaden am Knorpel breitet sich weiter aus. Das Knorpelgewebe nimmt im betroffenen Gelenk ab und kann im Verlauf die Belastung nicht mehr aufnehmen. In der Folge rücken die Knochen der Gelenkflächen immer näher zusammen und der Gelenkspalt verengt sich.

Spätstadium

Im Spätstadium ist die Knorpelschicht allmählich abgebaut, sodass die darunter liegenden Knochen ohne Schutz sind. Die Knochen reiben aufeinander und können dadurch deformiert werden. Jede Bewegung ist in diesem Stadium mit zum Teil starken Schmerzen verbunden. Zudem treten bei der Bewegungsfähigkeit im Gelenk deutliche Einschränkungen in Erscheinung. Die veränderte Struktur der Knochen zeigt sich im Röntgenbild anhand von Verhärtungen und Verdichtungen. In diesem Fall ist die Erkrankung bereits fortgeschritten. Wenn der Gelenkspalt gänzlich verschwunden ist, kann das betroffene Gelenk steif werden.

Diese Entwicklungsstadien müssen nicht mit fest definierbaren Symptomen einhergehen, sondern können auch völlig unabhängig davon verlaufen. Alle Arthrosen des zweiten Stadiums gehen ohne Behandlung mit der Zeit in das dritte Arthrosestadium über. Zwischen dem Früh- und Spätstadium können mehrere Jahre liegen.


Wie erfolgt die Diagnose einer Arthrose?

Nach der Befragung nach den Beschwerden folgt die körperliche Untersuchung. Der Arzt prüft den Gang und die Haltung, um eventuelle Fehlstellungen zu erkennen. Er überprüft die Beweglichkeit der Gelenke und tastet sie ab, um zu schauen, ob sie geschwollen oder druckempfindlich sind. Wenn der Arzt eine Arthrose vermutet, wird er ein Röntgenbild veranlassen. Hierbei lassen sich beispielsweise ein verschmälerter Gelenkspalt, knöcherne Ausläufer oder eine Knochenverdichtung erkennen. Sind die Knorpelschäden noch gering, werden sie im Röntgenbild meistens nicht erkannt. Die Ultraschalluntersuchung kommt als Ergänzung infrage. Damit lassen sich nicht nur die knöchernen Strukturen, sondern ebenso die Weichteile gut darstellen. Mit der Magnetresonanztomografie können Schäden an den Bändern, Sehnen oder Menisken erkannt werden. Eine Blutuntersuchung zeigt, ob eine aktivierte Arthrose vorliegt. Anhand der Laborwerte lassen sich Entzündungszeichen nachweisen.


Einen Arzt aufsuchen bei Arthroseverdacht

Ein Besuch beim Arzt ist erforderlich. Er kann verschiedene Behandlungsmaßnahmen einleiten, beispielsweise zur Schonung des Gelenks eine Schiene anlegen oder Medikamente verordnen, um die Schmerzen zu lindern und die Entzündung einzudämmen. Schreitet der Gelenkverschleiß voran, führt dies dazu, dass der Gelenkknorpel zerstört wird. Mit einer voranschreitenden Arthrose verkümmert das Knorpelgewebe immer mehr, bis es sich schließlich komplett zerstört. Der Betroffene kann das Gelenk in diesem Fall nur noch unter Schmerzen bewegen und im schlimmsten Fall versteift es sogar. Was anfangs „nur“ eine Überbelastung war, kann letzten Endes zu einer ernsthaften, schwerwiegend und sehr schmerzhaften Erkrankung führen.


Ist Arthrose heilbar und wie können die Schmerzen gelindert werden?

Da sich der Gelenkknorpel nicht mehr regenerieren kann, verschwindet eine Arthrose nicht, sodass die Erkrankung nicht heilbar ist. Die Behandlung bei einer Überbelastung besteht darin, dass das Gelenk geschont wird. Hierfür muss die überbeanspruchende Bewegung bzw. Belastung vermieden werden, damit die schmerzhafte Stelle entlastet wird. Werden die Gelenkbelastungen fortgeführt, sorgt dies für eine Förderung des Gelenkverschleißes. Das schmerzende Gelenk sollte allerdings nicht vollständig ruhig gestellt werden, denn die Gelenkkapseln können dadurch schrumpfen sowie die Sehnen und Muskeln sich verkürzen. Die Folge wäre eine Steifigkeit. Kühlen tut ebenfalls häufig gut, wobei manchmal auch Wärme hilfreich ist. Haben sich Muskelpartien verspannt, können diese durch gezielte Bewegungen aufgelockert werden.

Zusammenfassung

Eine ständige Überlastung der Gelenke schädigt diese und fördert Krankheiten, wie die Arthrose. Übergewicht, starke körperliche Arbeit oder auch Leistungssport fördern die Abnutzung der Gelenkknorpel. Der Verschleiß ist irreparabel.

Letzte Version vom 18. Oktober 2018 von
Über den Autor René Dasbeck Hauptberuflich bin ich als IT-Experte in einem Kinderzeitschriftenverlag tätig, privat glücklicher Vater zweier toller Töchter und hier Betreiber einer Webseite, auf der ich vom täglichen Kampf gegen meine Schmerzen im Nacken und Rücken berichte. In den letzten Jahren habe ich viele Probleme mit meinem Körper aushalten müssen, konnte aber durch intensive Beschäftigung mit dem Thema viel Wissen aufbauen, das leider die meisten Mediziner mir nicht bieten konnten. Letzten Endes habe ich Schmerzen weitestgehend aus meinem Leben verbannen können. Um anderen Leidgenossen zu helfen, gebe ich hier einen umfassenden medizinischen Überblick und meine Erfahrungen über Schmerzen vieler Art weiter und empfehle so manches Buch oder Produkt, welches mir im Kampf gegen die Schmerzen geholfen haben. Mehr Informationen über mich und meine Erfahrungen findest du auf meiner "Über mich"-Seite. Und wenn du Rat zu Nackenschmerzen benötigst, kannst du mich gerne unter info@schmerz-im-nacken.de anschreiben.
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