Die besten Kopfkissen – Infos, Test und persönliche Erfahrungen

Jeder, der schon einmal eine Nacht ohne, oder mit einem fremden Kopfkissen schlecht geschlafen hat weiß, wie wichtig (s)ein perfektes Kopfkissen ist. Für den Schlaf und für eine entspannte, schmerzfreie Nackenmuskulatur. Nicht selten sieht man Urlauber mit „ihrem“ Kopfkissen verreisen. Sogar bei Backpackern, unterwegs in der weiten Welt, sieht man nicht selten Nackenhörnchen und Kopfkissen an den Rücksäcken baumeln. Sie alle werden ihre Gründe dafür haben.

Natürlich gibt es nicht das ultimative Kopfkissen. Es Kopfkissen in allen möglichen Maßen und Formen, mit unterschiedlichen Füllungen und für spezielle Situationen. Grund genug, sich einmal ausgiebig mit diesem Thema zu beschäftigen. Vor allem, wenn man häufig unter Nackenschmerzen und Verspannungen im Nacken- und Schulterbereich leidet.

Meine Empfehlung für ein Kopfkissen

Vorweg für alle, die es eilig haben, meine Empfehlung für ein Kopfkissen: Das Aloe Vera Kissen ist mein absoluter Liebling und konnte noch von keinem anderen getesteten Kissen geschlagen werden. Es gibt tolle Kissen von sofi oder Tempur, aber das Aloe Vera Kissen ist sowohl preislich attraktiv, als auch perfekt geeignet für Nackenschmerzen-Geschädigte wie mich. Man liegt extrem bequem und wer die richtige Höhe wählt (gibt es in 9cm, 12cm und 15cm Höhe) hat hiermit das perfekte Kopfkissen gewählt. Hier findest du meinen Testbericht zum Aloe Vera Kissen (und andere sehr gute Kopfkissen).

Mit diesem tollen Nackenkissen habe ich meine Nackenschmerzen nach dem Schlafen minimiert.
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Wie so oft sind aber auch Kopfkissen Geschmacksache. Das heißt, dass andere Kissen ggfs. für andere Menschen besser geeignet sind. Welche Kissen das sein könnten, wie groß sie sind und mit welcher Füllung sie daherkommen können, das zeige ich im Folgenden.

Typische Maße bei Kopfkissen

Die gängigsten Kopfkissengrößen mit den größten Marktanteil sind die 80×80 cm und die 80×40 cm Formate. Alle anderen Größen teilen sich in Deutschland einen Marktanteil von unter 10 Prozent. Doch der Trend in deutschen Schlafzimmern geht hin zu zwei und mehr Kissen unterschiedlicher Größen, inklusive Nackenrollen.

Diese Kissen-Ansammlungen sind eindeutig der Tatsache geschuldet, dass im Bett heutzutage nicht nur geschlafen, sondern auch ferngesehen, gelesen, gegessen und am Laptop gearbeitet wird. Doch auch für die gute Schlafposition können zusätzliche Kissen, zum Beispiel in der Seitenlage zwischen die Knie geklemmt, recht angenehm sein.

Kopfkissen 80×80 Zentimeter

Der Klassiker, und bis heute noch mit einem Anteil von gut 70 Prozent dabei, ist das quadratische 80×80 Standard-Kopfkissen. Der Hauptgrund, warum sich dieses Maß bis heute so hartnäckig hält, ist tatsächlich die Bettwäsche. Normalerweise ist in jedem Bettwäsche-Set immer noch ein Kissenbezug in den Maßen 80×80 enthalten. Dabei gibt es inzwischen genügend gesundheitliche Gründe, sich für andere Kissengrößen zu entscheiden.

Ungünstig ist dieses 80×80 Format für fast Schlafpositionen. Mit diesem großen Kissen wird die Wirbelsäule bereits ab dem Brustbereich, inklusive der Schultern leicht angehoben. Dadurch knickt die Halswirbelsäule unnatürlich ab. Die Muskeln und Sehnen im Nackenbereich verspannen bzw. überdehnen sich. Einige haben sich daher instinktiv angewöhnt, das 80×80 Kissen in der Mitte zu falten. Auch wenn der Ansatz richtig ist, so ist die Höhe in den meisten Fällen nicht gut abgestimmt und eher zu hoch.
Es gibt also nicht viele Argumente, die für dieses Kissenformat sprechen. Ganz klar gibt es jedoch einen Punkt für die Optik und den Kuschelfaktor.

Ansonsten ist es für fast alle Schlafpositionen eher ungeeignet. Ausnahme: Mit einem möglichst flachen 80×80 Format können Bauchschläfer ganz gut klar kommen. Trotzdem ist auch für Bauchschläfer ein spezielles Kopfkissen geeigneter als ein 80x80cm Kissen.

Ich werde hier keine Kissen mit 80x80cm empfehlen, auch wenn es viele Menschen gibt, die nicht auf die klassische Größe aus Gewohnheit verzichten wollen. Da es auf meiner Webseite sehr viel um Ergonomie und die Bekämpfung von Schmerzen im Nacken und Rücken geht, kann ich keine Kopfkissen empfehlen, die hier kontraproduktiv sind. In meinem Kissenratgeber findest du viele Kissen, die sowohl sehr bequem sind, als auch gesunden Schlaf ermöglichen.

Kopfkissen 40×80 Zentimeter

Dieses Kissen wird oft auch Komfortkissen oder Nackenkissen genannt. Zu Recht, denn dieses Kissenformat erfüllt orthopädisch gesehen, die Bedingung für eine korrekte Lagerung der Wirbelsäule während des Schlafes für fast alle Positionen. Vorausgesetzt, es ist mit dem Füllmaterial und der Höhe individuell optimal angepasst. Ohne Frage gewinnt es an Marktanteil, wenn auch nicht so rasant, wie es wünschenswert wäre.

Von dieser Kissengröße gibt es eine große Vielfalt. Das reicht von unterschiedlichen Auspolsterungen unten und oben bis zur Höhenverstellbarkeit durch einen flexiblen Lagenaufbau. In diesem Format findet man schwerpunktmäßig orthopädisches Know-how kombiniert mit modernen Hightech Materialien.

Weitere Kissengrößen

In Österreich gibt es die Standardkissen in den Größen 70×90 und 60×80. Zwischen Höhe und Breite liegt jeweils eine Differenz von 20 cm. So kann es für den ein oder anderen in der Breite eventuell schmal genug sein, dass die Schultern nicht mehr aufliegen. Einen wirklichen gesundheitlichen oder praktischen Vorteil wird es für diese Kissengröße in den wenigsten Fällen geben, außer man wohnt in Österreich und bekommt dort die Bettwäsche nur in diesen Größen.

Ein weiteres Format hat sich in die deutschen Schlafzimmer eingeschlichen und daran ist ein beliebtes skandinavisches Möbelhaus schuld. Die Ikea- Kissen haben die Standardgröße 40×65 und kommen den empfohlenen Komfortkissen recht nahe. Nur gibt es nicht so viele Varianten und unterschiedliche Füllungen wie beim 40x80er Kissen. Außerdem ist man beim Einkauf der Bettbezüge etwas eingeschränkt.

Ein ganz beliebtes Kissenformat, auch ein Klassiker, ist das 40×40, das gute, alte Sofakissen. Wie der Name schon sagt, wird es meistens auf den Sitzmöbeln verwendet. Im Bett leistet es allenfalls gute Dienste, um den Kopf beim Lesen zu erhöhen oder als Puffer zwischen den Knien. Es gibt die verrücktesten Designs an Überzügen und gerne werden sie inzwischen auch großzügig aufs Bett „gestreut“, die kleinen Knuddelkissen.

Fazit Kopfkissenformate

Die besten orthopädischen Voraussetzungen, für jede Schlafposition, bringt das Format 40×80 mit. Da es mit sehr vielen verschiedenen Füllungen, in fast allen Höhen und sogar höhenverstellbar angeboten wird, findet garantiert jeder sein passendes Kopfkissen in diesem Format.

Meine Erfahrung zu Kopfkissengrößen

Ich hatte mittlerweile schon einige verschiedene Kopfkissengrößen im Einsatz. Von klassischem 80x80cm bis zu kleineren Kissen mit 40x65cm. Hängengeblieben bin ich bei 40x80cm, da diese Größe meiner Ansicht nach die Optimale darstellt. Kissenbezüge können problemlos eingeschlagen werden. Die Größe lässt Bewegungsspielraum zu, was bei den 65cm schmalen Kissen nicht der Fall ist. Die typischen Nackenkissen mit 40cm Höhe sind schlichtweg gesünder und helfen mir bei meinen Nackenschmerzen ideal weiter. Welches Kissen im Speziellen ich empfehle, liest du weiter unten.

Die beste Füllung für ein Kopfkissen

Ebenso wichtig wie das Format ist die Füllung des Kopfkissens. Sie bestimmt letztendlich darüber, wie formstabil, nachgiebig und haltbar das Kissen ist. Allergien, Schadstoffe und Tierschutz sind weitere Kriterien, die bei der Auswahl der richtigen Füllung eine Rolle spielen. Auf keinen Fall aber, wird es die richtige Füllung für alle geben.

Federn und Daunen in Kopfkissen

Die klassische Füllung aus Federn und Daunen ist immer noch am beliebtesten. Qualitativ hochwertige Kissen haben einen inneren Kern aus Federn, der dem Kissen Stabilität gibt. Drum herum liegen weiche, nachgiebige Daunen. Daunenkissen müssen mindesten zu 60 Prozent aus Daunen bestehen. Ein Federkissen zu mindestens 70 Prozent aus Federn. In der Regel werden Gänse- oder Entenfedern beziehungsweise Daunen für Kissen verwendet.

Federkissen sind stabiler und schwerer. Gänsefedern etwas härter als Entenfedern. Daunenkissen sind entsprechend leichter und weicher. Daunen- oder Federkissen bieten eine gute Temperaturregelung. Allerdings sind sie für Allergiker nicht geeignet. Doch lohnt es sich bei der Auswahl der richtigen Füllung auch, an die Tiere zu denken. Die Federn und Daunen sind kein „Abfallprodukt“ der Schlachtung. Immer noch werden die Entendaunen oft bei lebendigem Leib gerupft (Lebendrupf), damit sie nachwachsen können.

Die Gänsefedern- und Daunen werden von den Gänsen genommen, die für die Gänsestopfleber grausam fett gemästet werden. Wer nicht auf diese Naturkissen verzichten will, sollte zumindest darauf achten, ob der Hersteller genau angibt, woher die Daunen und Federn seiner Kissen stammen. Der Aufdruck „Nicht aus Lebendrupf“ wird von vielen Organisationen stark angezweifelt. Wer sich näher über dieses komplexe Thema informieren möchte, findet hier einige Hintergründe: https://utopia.de/ratgeber/daunen/

Daunenkissen werden von mir selten empfohlen, da sie selten die Stützfähigkeit bieten, die zB Viscokissen besitzen. Dennoch habe ich ein paar Empfehlungen für Daunenkissen hier zusammengestellt.

Latex, Kautschuk

Latex ist ein synthetisches, Naturkautschuk ein pflanzliches Material. Beide Materialien werden im Block, in Platten und in Flockenform als Füllung verwendet. Eine hohe Formstabilität bei großer Flexibilität sind die Vorteile dieser Füllung. Sie ist für Allergiker geeignet und passen sich sehr schnell an veränderte Liegepositionen an. Einziges Manko ist die Temperaturregelung, es kann zu einer vermehrten Schweißbildung kommen.

Naturhaarkopfkissen

Für Naturhaarfüllungen wird in der Regel Schafschur-, Merinowolle oder Rosshaar verwendet. Der große Vorteil dieser Naturmaterialien ist der gute und schnelle Temperaturausgleich. Das Kissen ist realtiv hart und formstabil. Diese Füllung ist wegen der erhöhten Milben- und Schimmelpilzanfälligkeit für Allergiker nicht geeignet.

Kunstfasern, Polyester

Diese Materialien sind für Allergiker gut geeignet und sehr hygienisch, da waschbar. Allerdings zeigt Polyester, wenn es nicht in Kügelchen daherkommt, als Billigvariante, eher schlechte Eigenschaften. Die Kissen selbst sind meistens relativ weich und verlieren mit der Zeit ihre Form. Hochwertige Kissen mit Polyesterkügelchen lassen sich durch Zugabe oder Herausnahme in der Höhe anpassen.

Gel, Viscoschaum

Über diese Materialien freut sich der Orthopäde. Sie machen eine punktgenaue Anpassungsfähigkeit an die jeweilige Lage möglich. Sie sind eher kühl, sollen aber durchblutungsfördernd und sogar schmerzlindernd wirken. Sie lassen sich nur schlecht waschen, sind aber für Allergiker gut geeignet. Hier findest du die besten Viscoschaumkissen im Test.

Wasser in Kopfkissen

Wasserkissen sind gleichermaßen stabil und anpassungsfähig. Ein weiterer Vorteil, sie lassen sich sofort und einfach an die gewünschte Höhe anpassen, indem man Wasser herauslässt oder einfüllt. Sie sind allerdings recht schwer und das Wasser sollte alle paar Monate mal ausgewechselt werden. Für Allergiker geeignet.

Kernfüllung

Die beliebtesten und gängigsten Kernfüllungen für Schlafkissen sind Hirseschalen und Dinkelspelzen. Diese Kissen sind erstaunlich weich und passen sich sehr gut an die jeweilige Lage an. Ein Austausch der Füllung oder eine Höhenanpassung durch mehr oder weniger Füllmaterial lässt sich sehr einfach vornehmen. Das Kissen kann sogar bei bestimmten Beschwerden im Backofen erhitzt werden. Ein Nachteil könnte das leise knisternde Geräusch sein. Bei einigen Personen kann es zu allergischen Reaktionen kommen.

Kapok, Baumwolle

Wer es gern natürlich hat, aber auf tierische Produkte verzichten möchte, findet mit einer Kapok- oder Baumwollfüllung eine gute Alternative. Kapok bietet eine gute Temperaturregelung, ist stabil und dennoch kuschelig. Weich, waschbar und flexibel sind Kissen mit einer Baumwollfüllung. Beide pflanzlichen Füllungen sind für Allergiker geeignet und werden auch oft kombiniert.

Zirbe

Die Zirbe ist ein Baum, der in den Alpenregionen wächst. Besonders geschätzt wird er wegen seines Duftes und diverser positiver Auswirkungen auf die Gesundheit. Die Kissen sind mit den Zirbe Holzspänen gefüllt und verströmen ein angenehmes Aroma mit antibakterieller Wirkung. Was die Stabilität und den Kuschelfaktor betrifft, muss sich jeder selbst ein Bild machen. Als besondere Eigenschaft dieser Füllung werden in der Hauptsache gesundheitliche Faktoren erwähnt, weniger die ergonomisch, praktischen Eigenschaften.

Entscheidungshilfe Kopfkissenfüllung

Es lässt sich nur unschwer herauslesen, dass jeder für sich selbst entscheiden muss, welches Füllmaterial er für sein Kopfkissen wählt. Hier noch eine kleine Übersicht nach bestimmten Bedingungen und Vorlieben:

Kopfkissen Für Allergiker, Veganer und Tierschützer:

  • Gel
  • Viscoschaum
  • Wasser
  • Latex
  • Kautschuk
  • Kunstfaser
  • Polyester
  • Baumwolle
  • Kapok
  • Zirbe
  • Kerne (bedingt)

Kopfkissen für Personen mit Nackenproblemen:

  • Gel
  • Viscoschaum
  • Naturlatex (Kautschuk)

Kopfkissen für Personen, die besonders anpassungsfähige Kissen benötigen:

  • Wasser
  • Hirse
  • Dinkel
  • Daunen
  • Polyesterkügelchen
  • Viscoschaum

Kopfkissen für Personen, die viel schwitzen:

  • Schurwolle
  • Merino
  • Baumwolle
  • Kapok
  • Daunen
  • Federn
  • Viscoschaum

Kopfkissen für Personen mit schwerem Körpergewicht:

Für schwergewichtige Personen spielen die Auswahl der richtigen Matratze und ein passendes Lattenrost eine weitaus wichtigere Rolle als das Kopfkissen. Tendenziell, sollte man nach einem eher festeren und stabileren Füllmaterial Ausschau halten. Das Kissen fülliger Personen sollte zudem flacher sein, als das von leichten Personen. Durch das Gewicht sinken sie tiefer in die Matratze ein und das unerwünschte Dreieck zwischen Kopf und Schulter verringert sich dementsprechend. Geeignete Materialien für die Füllung sind:

  • Latex
  • Gel
  • Kautschuk
  • Viscose
  • Naturhaar
  • Viscoschaum

Die richtige Höhe, höhenverstellbare Kopfkissen

Sehr praktisch sind Kopfkissen, die sich in der Höhe verstellen lassen. Das funktioniert bei einigen Kissen, indem man Füllmaterial entfernt oder einfüllt:

  • Wasser
  • Kerne
  • Polyesterkügelchen

Bei den orthopädischen, höhenverstellbare Modulkopfkissen lassen sich einzelne Module bzw. Lagen herausnehmen oder dazugeben:

  • Gel
  • Latex

Ansonsten ist es wichtig, dass abhängig von der Größe und dem Gewicht die Höhe passend zu wählen. Kleine und schmale Personen, sowie jugendliche und Kinder sollten eher flachere Kissen verwenden. Bei Viscokissen Richtung 9 bis 12cm Höhe. Große und Schwere Personen sollten eher zu höheren Kopfkissen greifen, da hier der Abstand Schulter zum Kopf meist größer ist. Die Wirbelsäule muss beim Aufliegen auf dem Kopfkissen gerade sein. Das lässt man am besten von einer 2. Person in Augenschein nehmen.

Viscoschaum ist meine bevorzugte Kissenfüllung

Ich habe nicht alle Füllungen getestet, die hier gelistet sind. Aber die typischen Kissenfüllungen, die man im Handel findet, kenne ich sehr gut aus Alltagstests. Viscoschaum, Daunen, Federn, Schaumstoff, Gel, Memory Foam, … Für mich gibt es 2 Füllungen, die ideal für Kopfkissen sind: Zum einen der Viscoschaum (auch Memory Foam genannt), der eine perfekte Anpassung des Kopfs an das Kopfkissen und eine ideale Stützkraft ermöglicht. Und der selbst entwickelte Füllstoff von Tempur aus speziellen Schaumflocken. Durch diese Füllung fühlt sich das Tempur wie ein Daunenkissen an, bietet aber alle Vorteile eines Viscokissens.

Biokopfkissen

Was zeichnet ein Biokopfkissen aus und wie erkennt man seriöse Anbieter?

Was erwartet man von grundsätzlich von einem Bio-Kopfkissen:

  • keine Umweltbelastung bei der Herstellung und Entsorgung des Materials
  • keine Verwendung von chemischen Zusatzstoffen, keine Schadstoffe
  • weitestgehend die Verwendung natürlicher Materialien
  • bei Pflanzenmaterialien: kein Einsatz von Pestiziden, keine Urwaldrodung für den Anbau
  • bei tierischen Materialien: wenn überhaupt nur unter strenger Berücksichtigung aller tierschützenden Maßnahmen
  • bei der Herstellung der Kissen oder des Rohmaterials keine Ausbeutung der Arbeiter, keine Kinderarbeit

Der Einkauf von Bioartikeln ist Vertrauenssache. Wir kennen das von Lebensmitteln und Kleidung. Oft genug hat es Skandale auch um Bio Produkte gegeben. Doch auf irgendetwas muss man sich ja letztendlich verlassen können. Einige Hersteller verwenden Chemikalien für eine bessere Formstabilität und Haltbarkeit sowie Aufheller für die Kissenhülle. Geprüfte Kissen, die schadstofffrei sind, tragen das Öko-Tex 100 Siegel, auch Kissen deutscher Hersteller schneiden bei den Ökostests meistens gut ab.

Bevorzugte Materialien der Hersteller von Biokissen sind:

  • Naturlatex (syn. für Kautschuk)
  • Schurwolle
  • Merino
  • Baumwolle
  • Kapok
  • Baumwolle
  • Hirseschalen
  • Dinkelspelzen
  • Zirbe

Hier einige Empfehlungen für Anbieter von Biokissen:

  • Allnatura
  • Avocado Store
  • Dormiente
  • Grüne Erde
  • Hessnatur
  • Sofi

Kopfkissen für besondere Lagen und Gelegenheiten

Die meisten Menschen bevorzugen eine besondere Lage, wenn sie schlafen. Doch gibt es auch genügend Mischschläfer sowie Menschen, die es selten lange an einem Ort aushalten. Nachfolgend ein Blick darauf, welche Kissentypen es für welche Schlaftypen auf dem Markt gibt.

Kopfkissen für Seitenschläfer

Die meisten Menschen bevorzugen eine Seitenlage in der Nacht. In der Seitenlage entsteht ein Dreieck zwischen Schulter, Kopf und Hals. Ohne Kissen wird die Halswirbelsäule automatisch zur aufliegenden Seite hin abgeknickt. Eine ungünstige Lage für die Wirbel und Muskeln im Nacken- und Halsbereich. Um die Wirbelsäule in eine gerade und gesunde Position zu bringen, muss dieses Dreieck aufgehoben bzw. der Kopf genau um diese Höhe angehoben werden. Jedes Kissen, das diese Funktion stabil erfüllen kann, ist für die Seitenlage geeignet. Ein Seitenschläferkissen darf also auf keinen Fall zu weich sein.

Kopfkissen für Rückenschläfer

In dieser Lage sollte der Hinterkopf leicht erhöht aufliegen, damit die Halswirbelsäule nicht unnatürlich nach hinten abgeknickt wird. Ein typisches Rückenschläferkissen ist nicht allzu hoch, damit es nicht zu einer Überstreckung der Halswirbelsäule kommt. In vielen Fällen sind Seiten- und Rückenschläfer ein und die selbe Person. Optimal sind hier zwei Kissen oder ein Formkissen, mit unterschiedlich hohen Wellen oder einer tieferliegenden Mulde in der Mitte für die Rückenlage. Aber auch klassische Nackenkissen sind häufig auch für Rückenschläfer geeignet. Daher gibt es wenige Kissen, die ausschließlich für Rückenschläfer deklariert sind.

Kopfkissen für Bauchschläfer

Der Bauchschläfer ist ein wenig das Sorgenkind der Orthopäden. Denn richtig gesund ist diese Lage mit oder ohne Kissen nicht besonders. Durch die seitliche Kopfdrehung wird die Halswirbelsäule allein schon stark belastet. Wer dennoch gern auf dem Bauch schläft, wählt am besten ein möglichst flaches, weiches Kissen. Beispiele für gute Bauchschläferkissen sind hier im Test zu finden.

Kopfkissen für Mischschläfer

Spezielle Mischschläferkissen gibt es nicht. Hier lautet die beste Empfehlung, am besten ein flacheres und ein höheres Kissen zur Hand zu haben. Eine gute Matratzenqualität kann hier auch viel ausgleichen. Grundsätzlich gilt, je härter die Matratze desto höher das Kissen und umgekehrt. Bei einem Wasserbett kann dementsprechend ein relativ flaches Kissen gewählt werden.

Orthopädische Kopfkissen

Unabhängig von der Füllung und vom Format gibt noch die sogenannten Formkissen. Sie werden auch als orthopädische Kissen oder Nackenstützkissen angeboten. Das sind Kissen, die orthopädisch vorgeformt sind. Sie geben zwar nach, verändern ihre Form aber nicht. Die Füllung besteht meistens aus einem Stück Schaumstoff oder aus einem Latexkern. Diese Kissen besitzen eine unterschiedliche Wellenhöhe und können genau an eine Seiten- oder Rückenlage angepasst werden. Nicht jeder kommt damit zurecht. Am wenigsten diejenigen, die ihre Lage in der Nacht oft verändern. Wenn diese Kissen jedoch individuell gut angepasst sind, sorgen sie bei Personen mit einer bevorzugten Lage, für eine optimale Position der Wirbelsäule.

Reisekissen: Nackenkissen, Nackenhörnchen

Reisekissen gibt es in unterschiedlichen Formen und Materialien. Im Großen und Ganzen werden zwei Sorten Reisekissen am häufigsten benötigt. Einmal die sogenannten Nackenhörnchen, mit denen man möglichst nackenschonend lange Busfahrten und Flugstunden überstehen kann. Dann sind es die Nächte im Zelt oder auch im Hotelzimmer, in denen der Nacken normalerweise auf den gewohnten Komfort verzichten muss. Zu diesem Zweck gibt es im Handel ebenfalls eine gute Auswahl unterschiedlicher Kissenhöhen, -formen und -füllungen als platzsparende Miniaturausgaben der heimischen Kopfkissen.

Für unterwegs und für fremde Betten gibt es beide Ausgaben in einer besonders platzsparenden Variante. Das sind die aufblasbaren Nackenhörnchen und Reisekissen. Inwieweit man damit klar kommt und angenehm drauf schlafen kann, das sollte man zuvor am besten mal ausprobieren. Meine Empfehlung sind eher Viscoschaum Reisekissen, wie hier zu finden.

Persönlicher Kissentest ist besonders wichtig

Egal ob man ein Kopfkissen in einem Geschäft oder online kauft, es besteht in der Regel die Möglichkeit, des Ausprobierens und gegebenenfalls kann man sie zurückzugeben oder umzutauschen. Falls nicht darauf hingewiesen wird, sollte man sich vor dem Kauf versichern, dass dies möglich ist.

Am sichersten ist ein Test zu Hause auf der heimischen Matratze. Nur hier kann das Zusammenspiel von Matratze und Kopfkissen getestet werden. Die beste Zeit dafür ist der Vormittag. Abends könnte allein schon die nötige Bettschwere dafür sorgen, dass jedes Kissen als bequem empfunden wird. Fünf bis fünfzehn Minuten sollte man sich für seine Lieblingspositionen auf dem Kissen Zeit nehmen. Wenn jemand greifbar ist, der von außen einen objektiven Blick auf den Verlauf der Halswirbelsäule hat, umso besser.

Die besten Kopfkissen für Kinder

Immer wieder stellen besorgte Eltern die Frage, wann ist welches Kopfkissen das beste für mein Kind? Es gibt hierfür keine grundsätzlichen Vorgaben, ab wie viel Jahren, welches Kissen am besten geeignet ist. Es wird empfohlen, dass Babys bis zum zweiten Lebensjahr in ihrem Bettchen lediglich in einem Babyschlafsack und ohne Kopfkissen schlafen sollten. Danach lässt sich nicht viel falsch machen. Das Kopfkissen wird sich nach der Bettchengröße richten müssen. Es sollte eher flach sein. Ansonsten finden die Kinder instinktiv eine gesunde Lage für sich, ihr Stützapparat ist noch sehr flexibel. Sobald sie in einem normal großen Bett schlafen, gelten die gleichen Kriterien wie für Erwachsene auch.

Wie sollte man ein Kopfkissen waschen?

Bei der Wahl der Füllung für ein Kopfkissen spielt auch die Hygiene eine Rolle. Denn während des Schlafs dringen unter anderem Schweiß, Bakterien und Hautschuppen ins Kissen ein. Auf jeden Fall muss der äußere Bezug um die Füllung herum waschbar sein. Tägliches ausschütteln und auslüften ist Pflicht.

Alle sechs Monate wird es Zeit, das ganze Kissen zu waschen. Also schon beim Einkauf darauf achten, ob sich das Kissen mit der Maschine waschen lässt, in den Trockner darf oder nur mit der Hand gewaschen werden darf. Alle anderen Kopfkissen müssen dann in die Reinigung gebracht werden. Feste Gel- oder Latexfüllungen lassen sich nur abstauben.
Grundsätzlich wird empfohlen, jedes Kopfkissen nach rund fünf Jahren gegen ein neues einzutauschen.

Welche Kopfkissen-Hersteller sind besonders empfehlenswert?

Qualitativ hochwertige Kissen von namhaften Herstellern liegen für ein Kopfkissen in er empfohlenen Größe 40×80 bei einer Preisspanne von 30 bis 120 Euro. Im Durchschnitt ist ein gutes Kissen für um die 40 Euro mit fast jeder Füllung zu haben. Die meisten Öko-Kopfkissen liegen deutlich über 50 Euro.
Namhafte Hersteller von Qualitäts Kopfkissen sind zum Beispiel:

  • Baumberger
  • Dormiente
  • Irisette
  • Kaufmann
  • Pichler
  • Tempur (meine Empfehlung)
  • Traumina
  • Werkmeister

Sind die neuen Onlinehändler wie Emma und Casper empfehlenswert?

In letzter Zeit schütteln einige junge Matratzen Start-ups auch den Kissen-Markt tüchtig auf. Nicht nur Matratzen und Kissen werden verkauft, sondern gleich das richtige Lifestyle-Feeling dazu. So sind es mal Leonardo de Caprio, mal Lena Meyer-Landrut, die diese Start-ups unterstützen. Gleich den frischen Start-up Firmen aus Silicon Valley, können sie bereits in den ersten Jahren mit Millionen Umsätzen punkten. Innovativer Vertrieb, Social Responsibility, eine klare übersichtliche Produktlinie zu fairen Preisen, da ohne Zwischenhändler. So zeigen sich diese jungen Firmen, allen voran Emma und Casper.

Gegen eine Qualitätsmarke wie Tempur sind sie noch absolute Neulinge auf dem Kissenmarkt. Ich habe Tempur Kissen gegen Emma und Casper antreten lassen. Das Ergebnis findest du hier.

Sollte man das Kissen besser in einem Fachhandel kaufen?

Wo kauft man jetzt am besten sein Kopfkissen? Wie bei so vielen Produkten ist es weniger eine Frage der Qualität, die man für sein Geld bekommt, sondern viel mehr typbedingt. Wer mit dem nötigen Know-how ausgerüstet ist und lesen kann, wird sein perfektes Kissen gewiss überall finden. Das Kopfkissen persönlich auszutesten, bieten inzwischen auch die Online-Händler an. Ich habe meine Kissen sowohl im Handel, als auch online bestellt. Es war keineswegs so, dass die Kissen, die ich im Handel getestet habe, länger in Gebrauch waren. Die meisten Kissenhersteller im Netz bieten ein 30 Tage Rückgaberecht. Das macht den Test sehr einfach.

Wer lieber persönlich an die Vor- und Nachteile diverser Kissen herangeführt werden möchte, wird lieber ein Fachgeschäft in seiner Stadt aufsuchen. Eher mäßig interessierte Personen, meistens ohne Nackenprobleme, werden nach wie vor ihre Kopfkissen von Zeit zu Zeit bei einem Wochenendeinkauf mit in den Einkaufswagen legen. Also gibt es leider auch auf diese Frage keine allgemeingültige Antwort.

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