Haftungsausschluss

Wieso habe ich häufig Nackenschmerzen nach dem Fitnessstudio?

Sportarten, die abrupte Bewegungsabläufe oder zu schweres Heben bedingen, sind häufig Ursachen für Rückenschmerzen nach dem Sport.

Diese Frage wurde tatsächlich schon häufiger an mich gestellt. Offensichtlich gibt es einige Menschen, die ins Fitnessstudio gehen um ihrem Körper etwas Gutes tun zu wollen, die aber während oder nach dem Training an Nackenschmerzen leiden. Woran könnte das liegen?

Falsch Durchgeführtes Training führt zu Nackenschmerzen

Der häufigste Grund für Nackenschmerzen beim oder nach dem Training im Fitnessstudio liegt in schlecht durchgeführtem Training. Normalerweise sollte man sich von einem Trainer im Studio beraten lassen, bzw. beaufsichtigt dieser das Training um einzugreifen, wenn die Geräte falsch bedient werden. Ebenso sollte ein Trainer auf unsauber durchgeführte Übungen aufmerksam machen. So entstehen weniger Probleme beim Training.
Da aber viele in billigen Fitnessstudios trainieren in denen ausreichend Trainerpersonal Mangelware ist, kann dort nicht jedem Einzelnen ausreichend Aufmerksamkeit geschenkt werden. Dadurch ist man bei der Durchführung der Übungen mehr oder weniger sich selbst überlassen. Nebenwirkungen des selbständigen Trainings inklusive.

Training der falschen Muskelgruppen führt zu Nackenschmerzen

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Viele legen Wert auf einen großen Bizeps und die Bauchmuskeln. Der Sixpack ist immer noch das vornehmliche Ziel vieler Männer, der flache Bauch vieler Frauen. Oft werden dann überwiegend diese Muskelgruppen trainiert. Die Gegenmuskeln, wie z.B. der Rücken werden oftmals vernachlässigt. Dadurch entsteht eine Dysbalance der Muskulatur, die für Haltungsprobleme sorgt. In der Folge treten dann vermehrt Verspannungen auf.
Lassen Sie sich von einem guten Trainer empfehlen, was und wie viel Sie trainieren sollten. Ein Erfahrener Trainer wird Sie darauf aufmerksam machen, wenn Muskelgruppen vernachlässigt werden.

Zu viel Training führt zu Nackenschmerzen

Wer vorwiegend im Sitzen arbeitet, die tägliche Bewegung vernachlässigt und dann abends Hanteln stemmt, bekommt es mit relativ großer Wahrscheinlichkeit mit Verspannungen zu tun. Schmerzen im Rücken, Schultern und Nacken sind dann nicht weit. Übertreiben Sie es nicht, wenn Sie tagsüber zu wenig Bewegung bekommen.
Sorgen Sie lieber für Bewegungsausgleich am Abend. Weniger Kraft, mehr Ausdauer. Oder sorgen Sie auch tagsüber für ausreichend Bewegung, so dass dann der Umschwung auf hartes Krafttraining für den Körper abends nicht zu sehr Belastung darstellt.

Experteninterview mit Timo Gudrich

Personal-Trainer und Gesundheitsbotschafter Timo Gudrich

Auf dieser Webseite kommen immer wieder ausgesprochene Experten zu Wort. So wie Timo Gudrich. Personal-Trainer und Gesundheitsbotschafter.

Hallo Timo. Danke, dass du dich zu einem Interview bereit erklärt hast. Stell dich doch vielleicht zuallererst meinen Lesern mal vor. Was dein Background ist und was du so machst?

Mein Name ist Timo Gudrich, ich bin 33 Jahre jung und mein größter persönlicher Kraftgeber ist der Sport/ die Bewegung. Es gibt nichts Größeres für mich, als gesund und leistungsfähig zu sein und meinen Körper/ meine Muskeln arbeiten zu spüren. Dafür ist es mir besonders wichtig, immer eine gute Verbindung zu mir und zu meinem Körper zu halten, um bewusst und achtsam durch das Leben zu gehen.

Genau wie dieses starke „Äußere“ lege ich auch großen Wert auf einen starken Kern und meinen Seelenfrieden. Dieser Mix ist bei fitundgud.de unter dem Claim „eat clean, train strong, live light“ zusammengefasst und dass sind genau die Punkte, die ich meinen Kunden als Personal Trainer und Coach weitergebe.

Ich bin jetzt schon seit über 10 Jahren hauptberuflich als Selbständiger in diesem Bereich tätig, leite ein eigenes Personal Training- Studio in Dreieich bei Frankfurt, habe ein eigenes Online-Trainingsprogramm namens ProjektSixpack www.projektsixpack.de, bin für einige Unternehmen als Gesundheitsbotschafter tätig und erreiche auch über meinen YouTube Kanal viele Menschen.

Im Rahmen dieser Webseite will ich Experten zu Wort kommen lassen, damit meine Leser weitere Tipps zu ihren Beschwerden erhalten. Bei dir als Personal Trainer habe ich sofort an das Thema „Schmerzen nach dem Training“ gedacht. Wieso passiert es immer wieder, dass Menschen nach dem Training Schmerzen entwickeln, obwohl Training doch per se eigentlich gut für den Körper sein soll?

Ich denke, ein wesentlicher Punkt ist die fehlende Verbindung zum eigenen System! Viele Menschen kennen sich selbst und ihren Körper einfach nicht gut genug um wirklich zu wissen, was Ihnen gut tut und welches Maß an Bewegung und Intensität das Richtige ist.

Zum einen gibt es die Kandidaten, die über viele Jahre lang den Körper total vernachlässigt haben und dann übermotiviert mit deutlich zu hoher Intensität starten und zu kurze Regenerationsphasen einplanen.

Auf der anderen Seite tendieren wir oft dazu, im Training nur dass zu tun, worin wir eh schon gut sind: Kraftprotze trainieren weiter kraftlastig, dehnbare Menschen stretchen wie wild, ausdauernde Sportler machen nur Cardiotraining. Ich erlebe oft, dass die Leute ein sehr einseitiges Programm verfolgen und sich immer wieder um die eigentlichen Schwachstellen herum manövrieren. Dass fördert natürlich Verletzungen und Überlastungen.

Was kann man konkret tun um beispielsweise Nackenschmerzen oder Rückenschmerzen nach dem Krafttraining zu verhindern?

Wie eben erwähnt würde ich vor allem versuchen, ganzheitlich zu arbeiten und den eigenen Körper gut zu kennen und zu schätzen. Im Bereich von Nacken- und Rückenschmerzen würde dass bedeuten, sich neben dem Krafttraining vor allem auch um das Gewebe zu kümmern. Gewebe-befreiende Maßnahmen wie Faszientraining mit der Blackroll und Peanut, um zum Beispiel die Brust- Schulter- Nacken- und Schulterblattmuskulatur weich zu machen.

Viele Leute sind durch die Computerarbeit sehr „zu“ im Bereich der Brustwirbelsäule. Eine großer Fokus sollte auch auf der korrekten Körperhaltung liegen. Hier finde ich einen wichtigen Merksatz: „Die Blickrichtung bestimmt die Stellung der Halswirbelsäule.“

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass zu starkes Training mir als chronischen Nackenschmerzenpatienten, nicht gut getan hat. Durch weitere Anspannung der Muskulatur kam ich aus dem Kreislauf der Nackenschmerzen nicht heraus. Deckt sich das mit deinen Erfahrungen?

Ja!
Bei chronischen Nackenschmerzen würde ich vorerst immer die Themen Körperhaltung, Atmung, Faszientraining und Mobilisation angehen.
Außerdem könnte man sich mal konkret den Arbeitsplatz anschauen und auf Ergonomie überprüfen.

Welche Übungen sollte man generell vermeiden, wenn man unter Nackenschmerzen leidet?

Ich würde prinzipiell keine funktionale Übung ausschließen. Wichtig ist eine gute Mobilität und Stabilität, bevor es an die schweren Gewichte und abenteuerlichen Körpergewichtsübungen geht.
Der Trainierende sollte eine gute Kontrolle über die Stellung des Schulterblatts haben und dieses gut am Rumpf verankern können.

Was rätst du Menschen, die nicht auf intensiven Sport verzichten möchten? Wie kann man die Auswirkungen von z.B. starkem Muskeltraining auf Verspannungen minimieren? Gibt es etwas was man vor und was man nach dem Training tun sollte?

Besagtes Faszienrollen würde ich empfehlen, ebenso ein mobilisieren des ganzen Körpers mit Schwerpunkt BWS, Schultern/ Nacken vor jedem Training.

Hauptgrund vieler Verspannungen sind ja bekanntlich Bewegungsmangel und Fehlhaltungen. Hast du Tipps für meine Leser, wie sie mit einfachem Training einen Ausgleich zum bewegungsfreien Arbeitsleben finden? Welche Sportarten sind besonders gut geeignet?

Ich habe dazu in meinem Channel verschiedene Videos mit Kurzprogrammen.
Hier zum Beispiel ein 20 minütiges Ganzkörpertraining zum Mitmachen vor dem Bildschirm. Wer dieses Programm 3x wöchentlich ausführt, sollte schon nach wenigen Wochen eine deutliche Veränderung im Körpergefühl wahrnehmen.

Außerdem gibt es unter www.projektsixpack.de mein komplettes Online-Programm mit Tipps zum richtigen Training und zur Ernährung, strukturiert in 4 Trainingsphasen.

Danke Timo für das sehr interessante Interview.

Zusammenfassung

Zu intensives Training, zu wenig Dehnung und allgemein zu wenig Bewegung im Alltag sind Hauptursachen für Sportler mit Nackenschmerzen. Wichtig ist auch das Training der richtigen Muskelgruppen in der korrekten Kombination. Ein starker Rücken profitiert von einem starken Bauch. Und umgekehrt. Etwas weniger Training ist manchmal mehr, vor allem wenn der Rest des Tages hauptsächlich mit Sitzen verbracht wurde.

Letzte Version vom 7. August 2018 von
Über den Autor René Dasbeck Hauptberuflich bin ich als IT-Experte in einem Kinderzeitschriftenverlag tätig, privat glücklicher Vater zweier toller Töchter und hier Betreiber einer Webseite, auf der ich vom täglichen Kampf gegen meine Schmerzen im Nacken und Rücken berichte. In den letzten Jahren habe ich viele Probleme mit meinem Körper aushalten müssen, konnte aber durch intensive Beschäftigung mit dem Thema viel Wissen aufbauen, das leider die meisten Mediziner mir nicht bieten konnten. Letzten Endes habe ich Schmerzen weitestgehend aus meinem Leben verbannen können. Um anderen Leidgenossen zu helfen, gebe ich hier einen umfassenden medizinischen Überblick und meine Erfahrungen über Schmerzen vieler Art weiter und empfehle so manches Buch oder Produkt, welches mir im Kampf gegen die Schmerzen geholfen haben. Mehr Informationen über mich und meine Erfahrungen findest du auf meiner "Über mich"-Seite. Und wenn du Rat zu Nackenschmerzen benötigst, kannst du mich gerne unter info@schmerz-im-nacken.de anschreiben.
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