Beweglichkeit des Gelenks verringert sich durch Arthrose

Durch eine Arthrose verringert sich durch den fortschreitenden Gelenkverschleiß und die Zerstörung des Knorpels die Beweglichkeit des Gelenks. Es kann nur noch mit Schmerzen bewegt werden und schlimmstenfalls versteift es sogar. Lies in diesem Artikel, was du tun kannst, um die Beweglichkeit zu erhalten und welche gelenkschonenden Sportarten es gibt.

Die eingeschränkte Beweglichkeit ist eines der verschiedenen Symptome der Arthrose. Aufgrund des fortschreitenden Gelenkverschleißes wird der Knorpel im Gelenk zerstört. Dies führt dazu, dass das Gelenk nicht mehr ohne Schmerzen bewegt werden kann und im schlimmsten Fall sogar versteift. Bei einer fortgeschrittenen Arthrose sind daher oftmals ein operativer Eingriff und ein künstliches Gelenk notwendig, um die Beweglichkeit des Betroffenen zu erhalten.

Arthrose – schleichender Prozess

Arthrose entwickelt sich nicht von heute auf morgen, denn der Verschleiß der Gelenke zieht sich in der Regel über viele Jahre hin. Während die Beschwerden anfangs noch harmlos sind und meist nicht wahrgenommen werden, führt irgendwann jede Belastung des Gelenks zu Schmerzen. Am häufigsten sind die gewichtsbelasteten Gelenke betroffen, die am meisten aushalten müssen, zum Beispiel die Knien, Füße und Hüfte.


Arthrose der Fingergelenke – Fingergelenke werden zunehmend unbeweglich

Die tägliche Nutzung der Hände und Finger, die unser wichtigstes Werkzeug sind, ist für die meisten normal. Doch bei Menschen, bei denen die Beweglichkeit eingeschränkt ist, ist es alles andere als selbstverständlich. Unter der Arthrose der Fingergelenke, bei der dies der Fall sein kann, leiden vorwiegend Frauen im mittleren Lebensalter. Bei einer Polyarthrose können mehrere Fingergelenke einer Hand befallen sein. Der Krankheitsverlauf und die Symptome sind oftmals recht unterschiedlich. Das charakteristische Merkmal sind die Vorwölbungen, die als Knötchen tastbar sind.

Die Verschleißerscheinungen beginnen meist am Zeige- und Mittelfinger, wo sich typischerweise kleine Knötchen und Gelenkverformungen bilden. Vor allem die kleinen Endgelenke sind aufgrund der viel größeren Belastung betroffen. Mit der Zeit werden die Fingergelenke zunehmend unbeweglicher. Der Verlauf ist in der Regel schleichend. Im Anfangsstadium führt die Fingerarthrose oftmals noch nicht zu Beschwerden, was medizinisch stumme Arthrose genannt wird. Daher bleibt sie häufig lange unentdeckt.

Mit fortschreitender Erkrankung treten oft die ersten Symptome auf. Eine unbehandelte Fingerarthrose verursacht Deformierungen und möglicherweise eine dauerhafte Lähmung der Finger. Die Feinmotorik lässt immer mehr nach. Jede Bewegung geht bei den meisten Betroffenen mit starken Schmerzen einher. Tätigkeiten wie das Schreiben oder Zuknöpfen einer Jacke sind zudem mit Bewegungseinschränkungen verbunden. Durch eine Behandlung kann die Arthrose nicht völlig ausheilen, doch der Verlauf kann dadurch verlangsamt werden. Zudem ist es möglich, die Beschwerden zu lindern.


Was tun um Beweglichkeit bei Arthrose zu erhalten?

Die eingeleiteten Maßnahmen beziehen sich in erster Linie darauf, die Schmerzen zu lindern, die Beweglichkeit zu erhalten oder wieder zu erhöhen und letzten Endes das Fortschreiten der Arthrose einzudämmen. Arthrose ist nicht heilbar, aber man kann als Betroffener sehr viel dazu beitragen, dass der Abbau des Knorpels verlangsamt wird und die Beschwerden gelindert werden.

Bewegung ist bei Arthrose wichtig um die Beweglichkeit zu erhalten

Menschen, die an einer Arthrose erkrankt sind, meiden häufig jede mögliche Bewegung des Gelenks, um Schmerzen zu verhindern oder das Gelenk keiner Reizung auszusetzen. Doch dies ist ein großer Fehler, denn durch regelmäßige Bewegung können die Beschwerden verbessert werden. Nur dadurch ist es möglich, das Fortschreiten der Erkrankung aufzuhalten oder zu verlangsamen. Eine dauerhafte Schonung des Gelenks führt zur Verspannung und Verhärtung der Muskulatur sowie einer Verkürzung der Muskelfasern.

Dadurch wird die Beweglichkeit weiter eingeschränkt. Mit dem Versuch, das betroffene Gelenk zu schonen, wird diesem also noch mehr Schaden zugeführt. Das Motto lautet daher: Viel bewegen, aber behutsam und möglichst wenig Belastung des Gelenks. Bewegung fördert die Durchblutung und versorgt den Knorpel mit Nährstoffen. Sie trainiert die gelenknahen Muskeln, sodass das Gelenk entlastet wird. Wer Bewegungen vermeidet, verliert Muskelkraft und Beweglichkeit.

Gelenkschonende Sportarten sind beispielsweise:

  • Schwimmen
  • Gehen
  • Radfahren

Ungeeignet sind:

  • Tennis
  • Squash
  • Volleyball
  • Fußball
  • Handball

Weitere Möglichkeiten der Behandlung für mehr Beweglichkeit bei der Diagnose Arthrose

  • Medikamente wie nichtsteroidale Antirheumatika, Schmerzmittel und Kortisoninjektionen
  • Krankengymnastik
  • Wärme- und Kältebehandlung
  • Elektrotherapie
  • Akupunktur
  • arthroskopische Eingriffe zum Säubern und Spülen des Gelenks sowie zum Glätten des Knorpels
  • operative Maßnahmen

Fingerarthrose vorbeugen und Beschwerden verringern

Wärmeanwendungen wie Moorbäder lösen eine verkrampfte Muskulatur, fördern den Stoffwechsel und lindern Schmerzen. Tiefenwärmebehandlung der Fingergelenke verringert zudem Entzündungen. Warme Bäder mit Basensalzen sind ebenso ideal, da sie die Entzündungen mildern und den Stoffwechsel im Gelenk verbessern. Fingerübungen wie Knetbewegungen mit einem Ball können die Beweglichkeit der Finger erhöhen und dafür sorgen, dass Entzündungsstoffe besser abtransportiert werden. Vor allem im Anfangsstadium der Arthrose kann das Fortschreiten mithilfe einer gezielten Handtherapie hinausgezögert werden.

Um den Knorpel nicht zu überlasten, sollten schwere Dinge nicht einseitig und mittels Griff getragen werden. Bei einer Arthrose in den Fingern sollten keine Auswringbewegungen erfolgen, denn die Stellung im Gelenk ist hierbei sehr ungünstig. Zudem sollte auf eine Ernährung mit vielen Vitaminen und Ballaststoffen geachtet werden. Der Verzehr von Wurst- und Fleischwaren wird bestenfalls stark eingeschränkt, denn dieser begünstigt Entzündungsprozesse. Bei Omega-3-haltigen Pflanzenölen wie Hanföl ist ein hoher Anteil der stark entzündungshemmenden Fettsäure enthalten.


Eingeschränktes oder steifes Gelenk durch Kniearthrose (Gonarthrose)

Bei der Kniearthrose nutzt sich der Knorpel im Kniegelenk vorzeitig, nicht altersgerecht ab, sodass die Knochen im Knie schmerzhaft aneinander reiben. Der Knorpel wird rissig und rau und verliert an Elastizität. Die Fähigkeit, knorpelernährende Gelenkflüssigkeit zu produzieren, nimmt mit Fortschreiten der Krankheit ab. Mit der Kniearthrose gehen häufig Entzündungsprozesse und in der Folge ein eingeschränktes oder steifes Kniegelenk einher. Zu den typischen Symptomen gehören eine Überwärmung, Schwellung und Schmerzen bei den ersten Schritten morgens nach dem Aufstehen. Im weiteren Verlauf treten sie immer häufiger auf und werden stetig stärker. Im späteren Stadium schmerzen die Knie bereits bei leichten Bewegungen oder selbst während der Ruhepausen.

Die Kniearthrose gehört zusammen mit der Arthrose im Hüftgelenk zu den häufigsten Formen. Ab dem 60. Lebensjahr sind etwa die Hälfte aller Frauen und rund 30 Prozent der Männer davon betroffen. Die Kniearthrose verläuft oft Jahre lang unerkannt und verursacht in den meisten Fällen erst im höheren Erwachsenenalter Symptome wie Schmerzen und eine verminderte Beweglichkeit des Kniegelenks. Der zunehmende Verschleiß des Knorpels schränkt die Beweglichkeit immer weiter ein, sodass es schließlich steif wird. Das Knie kann zunächst weniger gebeugt und irgendwann nicht mehr komplett ausgestreckt werden. Die Gonarthrose ist der häufigste Grund dafür, dass ein künstliches Kniegelenk implantiert wird. Doch dies sollte die letzte Behandlungsoption sein. Im Vorfeld kommen konservative Verfahren wie Medikamente, gelenkerhaltende Therapiemaßnahmen und Gelenkspülungen zum Einsatz.


Hüft-Arthrose – Gelenk wird unbeweglich oder sogar steif

Jedes Jahr werden allein in Deutschland rund 200.000 künstliche Hüftprothesen eingesetzt, wobei die Arthrose der häufigste Auslöser ist. Die Hüfte wird bei vielen Betroffenen schmerzhaft, unbeweglich und steif. Die Prothese soll die Funktion des natürlichen Hüftgelenks unterstützen oder ersetzen, um wieder ein aktives Leben führen zu können, ohne Schmerzen. Die Entscheidung zur OP ist jedoch nur dann sinnvoll, wenn durch konservative Behandlungsmaßnahmen keine ausreichende Linderung der Beschwerden erreicht oder der Verlauf der Arthrose durch den Eingriff verlangsamt werden kann. Die Endoprothese kann das komplette Gelenk ersetzen, aber auch nur einen Teil davon.


Fazit

Arthrose wird häufig erst spät erkannt, doch dann ist sie meist schon fortgeschritten. Dies ist ein großes Problem. Je früher die Behandlung beginnt, umso aussichtsreicher ist sie. Daher sollten Warnsignale wie eine eingeschränkte Beweglichkeit nicht ignoriert werden. Es ist wichtig, einen Orthopäden aufzusuchen, denn bei einer frühzeitigen Therapie kann das Voranschreiten der Arthrose oft verhindert werden. Bewegung wirkt dem Teufelskreis aus Schmerz, Muskelverspannung und eingeschränkter Beweglichkeit entgegen.

Artikel zuletzt aktualisiert am 25. August 2019 von
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Jan Lingen, Sportwissenschaftler„Das wichtigste ist zu verstehen, warum man Nackenschmerzen hat, also der Ursache auf den Grund zu gehen. Viele Menschen wissen auch ganz genau woran es hapert...“

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