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Nackenschmerzen durch Fibromyalgie

Wer über häufige Nackenschmerzen und schmerzhafte Gelenke und Muskeln klagt, leidet vielleicht unter der so genannten Fibromyalgie, was so viel wie Faser-Muskel-Schmerz bedeutet. Dieser tritt in Schüben auf und ist nicht zu verwechseln mit einer rheumatischen Erkrankung. Die Patienten haben muskelkaterartige Schmerzen, wobei von außen kein Grund hierfür erkennbar ist. Viele Betroffene, bei denen diese Schmerzkrankheit erkannt wurde, haben bereits eine lange Leidenszeit hinter sich. Die Fibromyalgie ist aufgrund des komplexen Krankheitsbilds und der diffusen Symptome sehr schwer zu diagnostizieren.


Welche Beschwerden treten bei einer Fibromyalgie auf?

Rund ein bis drei Prozent der Bevölkerung leiden unter der Fibromyalgie, wobei deutlich mehr Frauen davon betroffen sind. Die Erkrankung ist in jedem Alter möglich, kommt jedoch am häufigsten zwischen dem 40. und 60. Lebensjahr vor. Die Ursachen sind noch weitgehend unbekannt. Die Fibromyalgie kann sich von Patient zu Patient sehr unterschiedlich äußern.

Folgende Symptome können auftreten:

  • Schubweise Glieder- und Muskelschmerzen
  • Schmerzen in verschiedenen Körperregionen, insbesondere im Bereich des Nackens und Rückens, an den Beinen und Armen, im Bauch und Brustkorb
  • Schwellungsgefühle
  • Erschöpfung, chronische Müdigkeit bis hin zu Schlafstörungen
  • Konzentrationsprobleme
  • Teilweise Verdauungsprobleme und ein Reizmagen
  • Starkes Schwitzen oder kalte Füße und Hände
  • Überempfindlichkeit gegen Licht, Lärm und Gerüche
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Die Schmerzphase hält meistens etwa drei Monate an, bevor der Betroffene schmerzfrei ist, die Beschwerden jedoch nach einiger Zeit wieder genauso stark auftreten. Dies stellt eine erhebliche Belastung für den Betroffenen dar. Es handelt sich meist um tiefe Muskelschmerzen. Diese werden oftmals von Missempfindungen begleitet.

Typisch ist für die Erkrankung zudem, dass die Betroffenen beim Druck auf bestimmte Punkte empfindlich reagieren. Hierbei wird von den so genannten Tender-Points gesprochen. Da die Erkrankung oftmals über einen langen Zeitraum nicht erkannt wird, sind die Betroffenen meist auch nervös, angespannt, antriebslos bis hin zu psychischen Beschwerden wie ängstlich und depressiv.

Was ist eine Fibromyalgie?

Fibromyalgie lässt sich mit Muskel-Faser-Schmerzen übersetzen. Das tückische an dieser Krankheit ist das Auftreten vieler unspezifischen Symptome. Überall im Körper kann es dabei zu Muskelschmerzen kommen. Auch begleitende Beschwerden wie Müdigkeit und Konzentrationsprobleme können auftreten. Die eindeutige Diagnose Fibromyalgie ist sehr schwer zu stellen. Konkrete, allgemein anerkannte, medizinische Parameter gibt es dafür bisher nicht.

Weitere Informationen über Fibromyalgie

Fibromyalgie wird gerne mit Rheuma verwechselt

Fibromyalgie gehört zu den Krankheiten, die selbst von bekannten Forschern der Medizin noch nicht eindeutig verstanden werden. Dies liegt an den vielfältigen Symptomen und der Tatsache, dass es keinen Diagnose-Marker gibt. Daher ist das Fibromyalgie-Syndrom schwer zu diagnostizieren. Es kommt nicht selten vor, dass es mit Rheuma verwechselt wird. Früher wurde die Erkrankung von Medizinern als Weichteil-Rheuma bezeichnet. Doch die Fibromyalgie hat mit Rheuma kaum etwas zu tun. Es handelt sich vielmehr um eine neurologische Krankheit der Schmerzwahrnehmung und -verarbeitung. Die Schmerzen, die ein Begleitsymptom der Erkrankung sind, können in allen Körperteilen auftreten. Meist sind der Nacken und Rücken betroffen.

Ein Unterschied zu Rheuma ist jedoch, dass die Gelenke nicht dauerhaft in Mitleidenschaft gezogen werden. Beim Fibromyalgie-Syndrom handelt es sich um ein nicht-entzündliches Schmerzsyndrom.


Kann Fibromyalgie geheilt werden?

Leider gibt es keine Heilung, doch die Symptome wie die Nackenschmerzen können behandelt werden. Auch die Begleitsymptome sind oftmals sehr unangenehm: Betroffene klagen häufig über Schlafprobleme und Müdigkeit, Überempfindlichkeit gegenüber Geräuschen und Licht, Konzentrationsschwierigkeiten und kognitive Probleme. Letzteres sorgt dafür, dass es schwer fällt, klare Gedanken zu fassen.


Was verursacht eine Fibromyalgie?

Was genau hinter der Fibromyalgie steckt, konnte noch nicht so genau geklärt werden. Die Ursachen des Syndroms sind völlig unbekannt. Als Auslöser wird eine genetische Veranlagung vermutet. Es konnte beobachtet werden, dass oftmals mehrere Mitglieder der Familie unter der Fibromyalgie leiden. Auch psychische Faktoren wie Stress, Angstzustände, seelische Probleme und Depressionen sollen eine Rolle spielen. Daneben heißt es, dass die Nervensensoren im Gehirn bei den Betroffenen zu schmerzempfindlich sein könnten.

Wichtige Botenstoffe, die normalerweise die Schmerzen unterdrücken, werden weniger ausgeschüttet. Substanzen, die dafür verantwortlich sind, sie von der Körperstelle an das Gehirn zu melden, werden wiederum vermehrt gebildet. Dadurch empfinden Betroffene die Beschwerden wie Nackenschmerzen auf einer höheren Ebene. Laut Forscher soll auch schlechter Schlaf dieses Empfinden begünstigen. Als Ursachen gelten zudem Autoimmunkrankheiten, virale Infekte, entzündliche rheumatische Erkrankungen, neurologische Krankheiten wie Morbus Parkinson, Tumore, Operationen und Unfälle. Doch meist ist der konkrete Auslöser der Fibromyalgie nicht bekannt.


Wie erfolgt die Diagnose der Fibromyalgie?

Das Schwierige an der Erkennung der Krankheit ist, dass die genannten Beschwerden auch andere Ursachen haben können. Daher kann der Arzt die Fibromyalgie erst dann diagnostizieren, wenn alle weiteren Erkrankungen, die infrage kommen, ausgeschlossen wurden. Einen spezifischen Test gibt es noch nicht.

Zur Sicherung der Diagnose, ob der Auslöser der Nacken- sowie der Gelenk- und Muskelschmerzen eine Fibromyalgie ist, überprüft der Mediziner die 18 festgelegten Punkte am Körper, die bereits erwähnten Tenderpoints, die im Bereich der Muskeln sowie an den Übergängen zu den Sehnen liegen. Wenn diese Punkte übermäßig druck- und schmerzempfindlich sind, liegt der Verdacht nahe, dass eine Fibromyalgie vorliegt.

Diagnose mittels Tenderpoint-Methode ist nicht einfach

Die Diagnose ist mit der Tenderpoint-Methode möglich, doch es ist nicht einfach. Ärzte, die nicht jeden Tag damit konfrontiert werden, haben ihre Schwierigkeiten, die Tenderpoints zu finden. Diese Punkte müssen lokalisiert werden. Danach baut der Arzt mit seinem Daumen und einer gewissen Intensität ein bestimmtes Maß an Druck auf. Wenn der Betroffene hierbei Schmerzen wie Nackenschmerzen empfindet, könnte eine Fibromyalgie vorliegen.

Was sind Tender-Points?

Tender Points sind ein Versuch, mittels bestimmter Druckpunkte am Körper eine Fibromyalgiesyndrom zu diagnostizieren. Fibromyalgie oder Fibromyalgiesyndrom (FMS) sind Begriffe, die synonym verwendet werden. Es gibt 18 Tender-Points paarig über den Körper verteilt. Sie befinden sich an den Übergängen von den Muskeln zu den Sehnen. Für die Diagnose Fibromyalgie müssen 11 dieser Druckpunkte bei einer Untersuchung schmerzhaft sein.

Röntgenbilder geben keinen eindeutigen Aufschluss. Auch anhand von Laboruntersuchungen kann diese Krankheit nicht nachgewiesen werden. Es ist allerdings möglich, durch eine Blutuntersuchung die Fibromyalgie auszuschließen. Besteht der Verdacht auf eine Fibromyalgie, sollte zunächst einmal der Hausarzt aufgesucht werden. Er behandelt meist zusammen mit Fachkollegen, Schmerztherapeuten, Neurologen, Physiologen und Psychotherapeuten, um ein bestmögliches Ergebnis zu erzielen.


Wie sieht die Behandlung der Fibromyalgie aus?

Die Fibromyalgie ist derzeit noch nicht heilbar, sodass das oberste Ziel der Therapie darin besteht, die Symptome und Beschwerden zu behandeln, um für den Betroffenen eine Linderung zu schaffen. Er soll zudem lernen, besser damit umzugehen. Zur Therapie gehören vor allem Medikamente bei starken Schmerzen, physiotherapeutische Anwendungen, Bewegung, Entspannungsübungen in der Verbindung mit Verhaltens- und Psychotherapien.

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Die Fibromyalgie kann je nach Ausmaß in verschiedenen Ausprägungen und mit Symptomen, die sehr stark ausgeprägt sind, auftreten. Daher kann es zum Teil auch erforderlich sein, in eine Schmerzklinik zu gehen. Am Anfang der Erkrankung kann auch Sport eine gute Hilfe darstellen, insbesondere damit die Schmerzen im Laufe der Jahre nicht stärker werden. Zu den geeigneten Sportarten gehören Radfahren, Spazierengehen, Nordic Walking und Schwimmen.

Die Schmerzen verursachen meist eine Schonhaltung, was wiederum oftmals zu stärkeren Problemen führt. Daher sollte unbedingt auf eine moderate Bewegung geachtet werden. Ein regelmäßiges Ausführen von Yoga und Tai-Chi trägt zur Entspannung bei.


Vermehrt Frauen von der Fibromyalgie betroffen

Es wird davon ausgegangen, dass rund drei Prozent der Bevölkerung von der Fibromyalgie betroffen sind. Hierzulande sind es circa zwei Millionen Patienten. Frauen sind etwa acht Mal häufiger betroffen als Männer. Die Erkrankung tritt bei vielen Patienten im mittleren Lebensalter auf. Betroffene Frauen berichten, dass die Beschwerden in der Prämenopause zwar schon begonnen haben, aber seit dem Beginn der Wechseljahre stark zugenommen haben. Die weniger werdende Versorgung mit Hormonen und auch der zunehmende Stress in dieser Lebensphase sollen eine wichtige Rolle spielen.


Zusammenfassung

Wer monatelang in mehreren Körperregionen Schmerzen hat und daher den Verdacht hegt, an Fibromyalgie erkrankt zu sein, sollte seinen Hausarzt aufsuchen. Je nach Art und Schwere der Symptome ist die Kombination von verschiedenen Behandlungsmaßnahmen sinnvoll.

Bewegung ist hierbei der wichtigste Faktor, doch auch physikalische, psychotherapeutische und medikamentöse Therapie-Maßnahmen wirken unterstützend. Weiterhin sollte die Auswahl der Matratze, des Lattenrostes und des Kopfkissens bewusst erfolgen, um den Nacken und Rücken nicht unnötig zu strapazieren.

Klar ist, dass Frau häufiger an Fibromyalgie erkranken als Männer und die Ursachen der Krankheit nicht geklärt sind. Eine Chance auf Heilung besteht derzeit noch nicht.

Letzte Version vom 31. August 2018 von
Über den Autor René Dasbeck Hauptberuflich bin ich als IT-Experte in einem Kinderzeitschriftenverlag tätig, privat glücklicher Vater zweier toller Töchter und hier Betreiber einer Webseite, auf der ich vom täglichen Kampf gegen meine Schmerzen im Nacken und Rücken berichte. In den letzten Jahren habe ich viele Probleme mit meinem Körper aushalten müssen, konnte aber durch intensive Beschäftigung mit dem Thema viel Wissen aufbauen, das leider die meisten Mediziner mir nicht bieten konnten. Letzten Endes habe ich Schmerzen weitestgehend aus meinem Leben verbannen können. Um anderen Leidgenossen zu helfen, gebe ich hier einen umfassenden medizinischen Überblick und meine Erfahrungen über Schmerzen vieler Art weiter und empfehle so manches Buch oder Produkt, welches mir im Kampf gegen die Schmerzen geholfen haben. Mehr Informationen über mich und meine Erfahrungen findest du auf meiner "Über mich"-Seite. Und wenn du Rat zu Nackenschmerzen benötigst, kannst du mich gerne unter info@schmerz-im-nacken.de anschreiben.
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