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Burn-Out als Ursache von Nackenschmerzen

Burnout oder Burn-out, ist ein populärer, viel strapazierter Begriff. Oft wird deshalb die Diagnose Burnout Syndrom skeptisch belächelt. Doch egal, welchen Namen man dem Zustand einer grenzwertigen psychischen Erschöpfung und Überforderung geben mag, unbehandelt wiegen die Folgen schwer. Nicht selten treten dabei auch körperliche Symptome in Erscheinung. Gerade ungeklärte Nackenschmerzen, überhaupt Beschwerden an der Wirbelsäule, können häufig auch Ausdruck einer psychisch labilen Verfassung sein.


Was ist ein Burn-out?

„Burn-out“ ist ein recht dehnbarer Begriff. Das liegt unter anderem daran, dass das Burn-out-Syndrom von der WHO (World-Health-Organisation) nicht als eigenständige Krankheit aufgeführt wird. Die ersten Erwähnungen und Beschreibungen dieses Krankheitsbildes können mit den Namen Herbert Freudenberger (1974) und Christina Maslach (1976) in Zusammenhang gebracht werden. Eine einheitliche oder gar verbindliche Definition wird man vergeblich suchen. Als kleinster gemeinsamer Nenner für die Beschreibung eines Burn-out-Syndroms können folgende Punkte gelten:

  • geistige, emotionale und körperliche totale Erschöpfung
  • Betroffene fühlen sich „ausgebrannt“
  • Leistung, Konzentrationsfähigkeit sind stark reduziert
  • fortgeschrittenes Stadium: Depressionen, Schlafstörungen, Apathie
  • Endstadium: Nervenzusammenbruch, Suizidgedanken, Suizid

Vereinfacht ausgedrückt, ist ein Burn-out die Folge von Disstress, von negativem Stress (daher auch gelegentlich die Bezeichnung Stresssyndrom). Die Krankheit entwickelt sich schleichend über Monate oder sogar Jahre hinweg. Versuche, eindeutige Symptome zu finden, greifen nicht wirklich. Oft kommt es zu Überschneidungen mit anderen psychischen Störungsbildern.


Wer ist betroffen?

Als nicht fest definierter Begriff werden die Ursachen eines Burn-outs fast ausschließlich mit einer beruflichen Überforderung in Zusammenhang gebracht. In den Achtzigerjahren wurde der Begriff sogar zunächst noch enger gefasst. Er bezog sich fast ausschließlich auf die negativen Auswirkungen von Berufen, die als emotional belastend galten. Also pflegerische, soziale Bereiche, in denen man häufig mit schweren Schicksalen von einzelnen Menschen konfrontiert wird. In den Neunzigerjahren weitete man diesen Bereich dann aus. Immer häufiger waren es nun auch Manager oder „Banker“, die sich nach einem Burn-out-Syndrom beruflich umorientiert haben oder ganz ausgestiegen sind. Inzwischen, so kann man sagen, ist das Burn-out-Syndrom in der breiten Gesellschaft angekommen. Leistungssportler, Alleinerziehende oder Schulkinder, im Grunde kann jeder die Symptome eines Burn-outs erfahren, unabhängig von Status und Beruf.

Die Risiken, daran zu erkranken, sind ein Zusammenspiel aus äußeren Umständen (privat oder beruflich) und der individuellen Fähigkeit, damit umzugehen. Als gefährdete Berufsgruppen werden jedoch nach wie vor aufgeführt:

  • Lehrerinnen, Lehrer
  • Krankenschwerstern, Pfleger
  • Altenpflegerinnen, -pfleger
  • pflegende Angehörige
  • Seelsorger

Die Ursachen eines Burn-outs

Belastende äußere Umstände, wie ein hochanspruchsvoller und stressiger Beruf oder eine überfordernde familiäre Situation, können auf Dauer bei einigen Menschen zu einem Burn-out führen. Ein ganz entscheidendes Merkmal ist in fast allen Fällen die Kombination solcher Situationen mit überzogenen Selbstansprüchen. Eigenschaften wie gesteigerte Formen von Ehrgeiz und Perfektionismus, aber auch Unsicherheit sind oft ein Risiko für Burn-out. Die Unsicherheit, den Anforderungen nicht gerecht zu werden oder die Angst um den Arbeitsplatz. Weitere Verhaltensmuster und Eigenschaften, die, bei entsprechend ungünstigen Außenbedingungen, mit einem erhöhten Risiko für Burn-out einhergehen, sind zum Beispiel:

  • übertriebenes Engagement
  • Helfersyndrom
  • schlechte Fähigkeit zur Teamarbeit
  • schwaches Selbstwertgefühl
  • konfliktscheu

Warum kann Burn-out Nackenschmerzen auslösen?

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Eine diffuse, ständige Überforderung im Beruf gehört heute schon fast zum guten Ton, um gesellschaftlich mitzuhalten. Auf der anderen Seite findet Überforderung auch dort statt, wo sie einfach nicht bemerkt wird. Das eigene Wohlergehen wird zurückgestellt oder gar nicht wahrgenommen. Eine Burn-out Erkrankung schleicht sich ein. Oft ist es recht spät, wenn von den Betroffenen selbst ein Burn-out in Betracht gezogen wird. Es gibt dann bereits deutliche Symptome im psychischen und körperlichen Bereich. Die häufigsten körperlichen Begleiterscheinungen bei einem Burn-out sind:

  • Schlafstörungen
  • Nackenverspannungen, Nackenschmerzen
  • Rückenschmerzen
  • Magenprobleme

Jede psychische Verfassung drückt sich auch in der Körperhaltung aus. Für die Haltung ist in erster Linie die Wirbelsäule mit den umliegenden Muskelgruppen verantwortlich. Wer unter psychischer Anspannung und Belastung steht (also unter psychischem Stress), spannt unwillkürlich bestimmte Muskelgn an. Besonders betroffen ist der Nackenbereich. Er ist eng verbunden mit der Kopfhaltung und den Schultern.

Jeder kennt dies aus akuten Situationen unter Belastung: Die Schultern wandern leicht nach oben, der Kopf sinkt ein und geht nach vorn. Eine dauerhafte Anspannung in dieser Form führt dazu, dass die Muskelgruppen nicht mehr in den Ruhetonus kommen. Der Nackenbereich wird dadurch schlechter durchblutet, es kommt zu einer Beeinträchtigung der Nervenfasern, zu Schmerzen im Nacken, bis in die Schultern hinein. Es kann dabei auch zu Missempfindungen in den Fingern kommen.


Was kann man selber tun, bei Burn-out und Nackenschmerzen?

Der allerwichtigste Schritt ist es, zu erkennen, dass die Nackenschmerzen möglicherweise das Symptom eines bestehenden Burn-out-Syndroms sind. Die Nackenschmerzen lassen sich dann mit Wärmebehandlungen und vor allem mit entspannenden, gezielten Muskelübungen relativ rasch lindern. Das hilft allerdings nur dann nachhaltig, wenn gleichzeitig die Ursache bewusst angegangen wird. Das heißt, die Lebensweise ist grundlegend kritisch zu hinterfragen und entsprechend konsequent müssen Änderungen vorgenommen werden.

Auf keinen Fall sollte man sich scheuen, dabei professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Oft gibt es schon durch gezielte Gespräche, Anregungen und durch einen neutralen Blick von Außen, wertvolle Hinweise, besser mit diesen Situationen umzugehen. Innerhalb des beruflichen Umfeldes bieten das Arbeitsschutzgesetz und Supervisionen eventuell Möglichkeiten, mit der krankmachenden Situation gesünder umzugehen.

Wenn zu seelischen Problemen auch noch Bewegungsmangel und Fehlhaltungen kommen, können Nackenschmerzen besonders stark auftreten und sind schwer loszuwerden. Es ist immer wichtig Acht auf Sitzpositionen zu legen und darauf, wie man sich nachts bettet. Ein gutes Kissen ist oft schon die halbe Miete und kann helfen, Nackenschmerzen in der schwierigen Zeit des Burn-out zu minimieren.

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Maßnahmen zur Vorbeugung von Burn-out und Nackenschmerzen

Im beruflichen Umfeld kann man sich rechtzeitig darum kümmern, mit belastenden Situationen, wie Überforderungen, umzugehen. Im Vordergrund sollten dabei immer offene Gespräche mit Vorgesetzten und dem betroffenen Kolleginnen, Kollegen stehen.

Ein wichtiger Punkt zur Prävention ist es, bei allem Engagement, einen realistischen Abstand zu halten sowie die Fähigkeit zu pflegen, in der Freizeit völlig abzuschalten.
In diesem Zusammenhang spielt auch die sogenannte Verhältnisprävention, ein wichtiger Punkt des Arbeitsschutzgesetzes, eine Rolle. Für alle Angestellten heißt es dort, Gefahren für die Gesundheit sind an der Quelle zu bekämpfen. Ungünstige Arbeitszeiten, Zeiteinteilungen und vor allem überzogene Anforderungen können zur Not mithilfe dieser Arbeitsschutzgesetze geregelt werden, falls klärende Gespräche nicht möglich sein sollten.


Wer kann helfen?

Liegen die Ursachen schwerpunktmäßig nicht in den äußeren Arbeitsbedingungen, sondern eher an den individuellen Verhaltensweisen, kann ein entsprechendes Coaching oder eine psychotherapeutische Unterstützung weiterhelfen.

Überhöhte Anforderungen an sich selbst, übertriebene Sorgen um den Arbeitsplatz, Existenzängste oder ein überhöhtes Geltungsbedürfnis, daran kann man arbeiten.
Wer nicht gleich einen psychotherapeutschen Termin in Anspruch nehmen möchte, kann auch zur ersten Orientierung Hilfe im Netz suchen.
Informationen von Experten zur Einordnung und Austausch mit Betroffenen gibt es zum Beispiel auf Plattformen wie

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