Nackenschmerzen durch Corona, Grippe und andere Erkältungskrankheiten

Sind Nackenschmerzen ein Symptom für grippe(ähnliche) Erkrankungen?

Corona ist in aller Munde und auch die Influenza infiziert jedes Jahr viele tausend Menschen in Deutschland. Natürlich bringen diese Krankheiten viele bekannte Symptome mit. Aber gehören Nackenschmerzen auch dazu? Hier erfährst du es.

Jan Lingen, Sportwissenschaftler„Das wichtigste ist zu verstehen, warum man Nackenschmerzen hat, also der Ursache auf den Grund zu gehen. Viele Menschen wissen auch ganz genau woran es hapert...“

Jan Lingen, Sportwissenschaftler

Nackenschmerzen durch Corona – ist das möglich?

Aus aktuellem Anlass und weil auch immer mehr Leute danach fragen: Löst der Corona-Virus Nackenschmerzen aus oder können Nackenschmerzen auf Corona schließen lassen? Gleich vorne weg: Ich bin kein Arzt und im besten Fall fragst du bitte einen Arzt danach, wenn du die konkrete Vermutung hast, du könntest an Corona erkrankt sein. Diese Website hier kann dir nur eine Unterstützung sein um Symptome einzuordnen.

Der Corona-Virus bringt  natürlich diverse Symptome mit sich. Nach ausführlicher Recherche konnte ich zum heutigen Tag keine direkte Korrelation zwischen Corona und Nackenschmerzen herstellen. Natürlich ist es so, dass eine Krankheiten wie Corona oder die Influenza durch Bettruhe oder die heimische Quarantäne wenig Bewegung, viel Liegen und Sitzen auslösen. Zudem sorgt  Corona gerade aktuell für jede Menge Stress in unserem Leben. Wir müssen organisieren und fürchten um unsere Gesundheit. Das alles führt dazu, dass unser Körper Spannung aufbaut. Verspannungen und Verhärtungen in den Muskeln entstehen. Diese wiederrum können zu Schmerzen im Nackenbereich führen. Das ständige Prüfen des Handys führt zudem noch für Fehlhaltungen und weitere Verspannungen.

Gliederschmerzen sind ein üblicher Begleiter von grippalen Erkrankungen. Sie können ebenso Nackenschmerzen auslösen. Die räumliche Nähe der Entzündungsherde in den Atemwegen kann Nerven im Nackenbereich überreizen und somit Schmerzen verursachen. Dazu weiter unten mehr zu lesen.

Somit kann man durchaus Nackenschmerzen entwickeln, wenn man an Corona erkrankt ist. Da es aber auch viele andere Ursachen für Nackenschmerzen gibt, kann keine Rede davon sein, dass Nackenschmerzen ein Indikator für Corona sind. Es gilt hier wirklich alle vorhandenen Symptome zu prüfen und dann im Zweifelsfall den Arzt (am besten telefonisch) zu kontaktieren.

Übungen gegen Nackenschmerzen, die verspannungsbedingt ausgelöst werden, findest du ganz unten in diesem Artikel.

Hier noch der Hinweis des Bundesgesundheitsministeriums zum Corona Virus (Stand 13.03.2020):

Was ist bei einem Corona-Verdacht zu tun, welche Symptome gibt es?

„Personen, die persönlichen Kontakt zu einer Person hatten, bei der SARS-CoV-2 nachgewiesen wurde, sollten sich unverzüglich und unabhängig von Symptomen mit dem zuständigen Gesundheitsamt in Verbindung setzen, einen Arzt kontaktieren oder die 116117 anrufen – und zu Hause bleiben.

Eine Corona-Infektion äußert sich durch grippeähnliche Symptome, wie

  • trockener Husten,
  • Fieber,
  • Schnupfen und
  • Abgeschlagenheit.

Auch über

  • Atemprobleme,
  • Halskratzen,
  • Kopf- und Gliederschmerzen,
  • Übelkeit,
  • Durchfall
  • sowie Schüttelfrost

wurde berichtet.“

Nackenschmerzen durch Erkältung/Infekte/Grippe

Die Erkältung, ein grippaler Infekt, zählt zu den häufigsten viralen Infektionen überhaupt. Der Beginn ist, im Gegensatz zu einer Grippe, schleichend. Man fühlt sich allgemein angeschlagen und müde. Recht bald stellen sich die typischen Begleiterscheinungen ein, wie Schnupfen, Husten und Heiserkeit. Nicht selten kommt es dabei auch zu Gliederschmerzen. Oft sind die allgemeinen Gliederschmerzen gekoppelt mit Nackenschmerzen oder Rückenschmerzen.

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Die typischen Nackenschmerzen bei Erkältungen erkennt man daran, dass sie sich beim Drehen des Kopfes, egal zu welcher Seite hin, verstärken. Beim Ertasten fühlt sich der Nacken hart an und bei leichtem Druck schmerzt es.

Etwas seltener kommt es zu Nackenschmerzen in Folge einer fortgeleiteten Entzündung. Bei einer Erkältung können sich das Rippenfell (Peritonitis) oder die Wirbelkörper (Spondylodiszitis) entzünden. Diese Entzündungen verursachen dann auch heftige Nackenschmerzen. In einigen Fällen kann es sich dabei um eine bakterielle Infektion handeln. Dann ist eine ärztliche Abklärung ratsam.

In der Regel verschwinden die Nackenschmerzen mit den anderen Symptomen der Erkältung wieder. Bleiben sie jedoch bestehen, sollte ein Arzt, eine Ärztin aufgesucht werden. Mit anderen Worten, Nackenschmerzen sind ein eher unspezifisches Symptom einer Erkältung oder eines grippalen Infekts und meistens harmloser Natur.

Wie kommt es nun zu diesen harmlosen Nackenschmerzen bei einer Erkältung? Relativ einfach lässt sich dies durch die räumliche Nähe der Entzündungsherde erklären. Bei einer Erkältung breitet sich die Entzündung meistens im oberen und mittleren Teil der Atemwege aus. Durch die Nähe zur Halswirbelsäule kann es in diesem Bereich, aufgrund der Entzündung, auch zu einer Überreizung der dortigen Nerven kommen. Die Nackenmuskulatur empfängt Dauerreize, verspannt sich und es kommt zu Schmerzen. Manchmal können sogar Verhärtungen, in Form von kleinen, druckschmerzhaften Knötchen, ertastet werden.

Zudem bewegen sich kranke Menschen weniger, was häufig zu einer Verspannung führt. Ständiges Liegen fördert generell Nackenschmerzen durch Verspannungen. Daher hat man das Gefühl die Nackenschmerzen hängen direkt mit der Erkältung oder dem Infekt zusammen. In Wahrheit ist es schlicht der Bewegungsmangel und das dauernde Liegen im Bett oder auf der heimischen Couch der Verursacher für die verspannungsbedingten Schmerzen. Ratsam ist hierbei schlichtweg das regelmäßige Aufstehen und Bewegen. Auch wenn man schlapp und kaputt ist, ist etwas Bewegung immer ratsam. Auch eine heiße Dusche oder ein Kirschkernkissen auf die entsprechende Stelle hilft.

Was kannst du also tun, damit du deine Nackenschmerzen wieder los wirst?

Wer Krank ist, bekommt häufig kurzzeitig Schmerzmittel. Gliederschmerzen, Kopfschmerzen etc. müssen nicht ausgehalten werden und können dadurch über eine gewisse Zeit gelindert werden. Das funktioniert natürlich auch bei Nackenschmerzen. Schmerzmittel sind eine adequate kurzfristige Lösung um das eigene Leid zu lindern. Natürlich dürfen sie nicht ohne ärztliche Anweisung über einen längeren Zeitraum eingenommen werden.

Was du aber tun kannst, wenn sich deine Schmerzen hauptsächlich durch Verspannungen ergeben, ist folgendes:

  • Insofern du nicht schwach bist, versuche dich auch im Krankheitsfall ein wenig zu bewegen. Kein Sport und keine anstrengende Tätigkeiten. Aber ein Spaziergang an der frischen Luft oder ein wenig Bewegung im eigenen Haushalt schadet nicht.
  • Versuche auf deine Haltung zu achten. Nicht ständig in gebückter Haltung sitzen. Beim Fernsehen nicht dauernd den Kopf nach unten beugen (klassische Haltung beim Liegen auf der Couch). Lass dein Smartphone auch mal ein paar Stunden unangetastet. Das verursacht die meisten Verspannungen.
  • In meinem Übungsbereich findest du Übungen für den Nacken, die du auch in Corona-Zeiten regelmäßig anwenden kannst. Auch wenn du nicht fit bist oder einfach vom ewigen Home-Office verspannt, passen diese Übungen einfach in deinen Alltag. Sie sind nicht anstrengend und rauben dir auch nicht viel Zeit. Was sie dir aber garantiert bringen werden, ist eine Entspannung, Lockerung und Stärkung deiner Nackenmuskeln.

Stelle dich ganz gerade aufrecht hin, umfasse mit deinen Händen deinen Kopf und ziehe diesen ganz langsam und sanft Richtung Brust. Du bleibst dabei immer ganz gerade in der Haltung. Ohne Gewalt und Schmerzen führst du die Übung 2 Minuten durch. Dabei wirst du feststellen, dass du langsam aber sicher immer weiter Richtung Brust kommst. Dehne danach kurz in die andere Richtung, indem du den Kopf in den Nacken legst.

Stelle dich auch hier wieder aufrecht hin und neige deinen Kopf zur linken Seite Richtung Schulter. Ohne Druck. Deinen rechten Arm ziehst du nun mit angezogener Hand sanft nach unten, bis du einen Dehnungszug in der Schulter spürst. Führe diese Übung 1 bis 2 Minuten durch und wechsle dann die Seiten.

Artikel zuletzt aktualisiert am 20. Juli 2020 von
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