Nackenschmerzen – Diese Schmerztherapien können helfen

Mit speziellen Therapien Nackenschmerzen und Verspannungen lösen

Nackenschmerzen sind leider alles andere als selten. Weil die Schmerzen im Nackenbereich verschiedene Ursachen haben können, ist es wichtig, nicht nur den Schmerz, sondern vor allem die Ursache zu bekämpfen. Nackenschmerzen und Beschwerden im HWS-Bereich können auch auf andere Regionen ausstrahlen und zu dauerhaften Verspannungen führen. Besonders der Kopf, aber auch Kiefer, Schultern und Rücken können von Nackenschmerzen in Mitleidenschaft gezogen werden. Doch wie geht man gegen Nackenschmerzen vor? Nachfolgend werden effektive Behandlungsmethoden vorgestellt.

Stoßwellentherapie bei Nackenschmerzen

Die Stoßwellentherapie zeigt sich als wirkungsvolles Mittel gegen Bewegungseinschränkungen und Schmerzen. Sie kann an unterschiedlichen Körperstellen angewendet werden und bietet sich deshalb auch für den Nackenbereich an. Dabei hat die Stoßwellentherapie einige Vorteile:

Sie birgt keine Nebenwirkungen und ist deshalb besonders verträglich. Weil die Linderung durch die Behandlung mit Stoßwellen meist sehr schnell einsetzt, können – je nach Ursache – meist sogar Operationen vermieden werden. Stoßwellentherapie wird vorwiegend bei Kalkschulter, Fersensporn oder auch bei Nierensteinen angewendet, führt aber auch bei chronischen Muskelverhärtungen sowie -verspannungen im Nackenbereich zu Linderung.

Leider übernehmen Krankenkassen die Stoßwellentherapie Kosten in der Regel nicht. Es kann also sinnvoll sein, eine Zusatzversicherung abzuschließen, die auch diese Art der Behandlung abdeckt. Häufig ist der Leidensdruck durch chronische Nackenschmerzen für Betroffene aber so hoch, dass die Behandlung aus eigener Tasche gezahlt wird.

So funktioniert die Stoßwellentherapie

Bei dieser Form der Therapie werden Stoßwellen künstlich erzeugt und dann durch ein mit Wasser gefülltes Kissen in den Körper übertragen. Durch dieses Vorgehen wird die Energie der Stoßwellen gebündelt und kann so gezielt einen Wirkungsort bearbeiten. Durch die intensiven Stoßwellen lockert sich das Gewebe – neben Muskeln auch Kalkablagerungen an Knochen und Gelenken. Chronische Verhärtungen und Verspannungen werden abgebaut, wodurch die Schmerzen gelindert werden.


Akupunktur bei Nackenschmerzen

Schon seit Jahren wird Akupunktur für allerlei Beschwerden eingesetzt. Auch in der Schmerztherapie bei Nacken- und HWS-Schmerzen soll diese Form der Behandlung zur Linderung führen. Eingesetzt wird Akupunktur sowohl bei chronischen als auch bei akuten Schmerzen im Nackenbereich. Auch hierbei liegt der größte Vorteil darin, dass Akupunktur nebenwirkungsarm ist.

So funktioniert die Akupunktur

Wird die Akupunkturnadel in das Gewebe eingeführt, kommt es zu einer Stoffwechselreaktion. Denn obwohl die Nadeln sehr dünn sind und deshalb keine tatsächliche Verletzung herbeiführen, reagiert der Körper mit Reparaturmechanismen. Die lokale Wirkung der Akupunktur soll vor allem bei akuten Verspannungen sowie bei Sehnenreizungen hilfreich sein. Außerdem kommt es zu einer Fernwirkung, die reflexartig über neurologische Reize erfolgt und die Schmerzverarbeitung im Gehirn aktivieren kann.


Elektrotherapie bei Nackenschmerzen

Bei Nackenschmerzen soll auch die Iontophorese Linderung verschaffen – eine Unterkategorie der Elektrotherapie. Dabei können medizinische Wirkstoffe durch Elektronenwanderung von Pol zu Pol tief in das Gewebe eingebracht werden und dort deutlich intensiver wirken. Die Iontophorese erfolgt in der Regel beim Physiotherapeuten und wird bei entsprechender Indikation manchmal von Krankenkassen getragen. Spürbare Erfolge setzen jedoch häufig erst nach ein paar Behandlungen ein. TENS kann zu Hause angewandt werden.


Massagen bei Nackenschmerzen

Patienten, die unter anhaltenden Nackenschmerzen leiden, werden meist an einen Physiotherapeuten überwiesen. Dieser kann einem in einer Einzelheiltherapie Übungen zeigen, die verhärtete und verspannte Muskeln sanft dehnen, was bei regelmäßiger Anwendung zu einer Linderung führen kann. Auch Massagen können wirkungsvoll im Kampf gegen Nacken- und HWS-Schmerzen sein. Diese sollten jedoch unbedingt vom Physiotherapeuten, nicht von einem Entspannungsmasseur durchgeführt werden.


Wärmebehandlung

Wärme kann im Gewebe zu Entspannung führen. Aus diesem Grund ist es bei anhaltenden Nackenschmerzen sinnvoll, Wärmepflaster im Haus zu haben. Auch ein Infrarot-Gerät eignet sich gut, zur Behandlung von Nackenschmerzen. Durch die Infrarotstrahlung kann die Wärme tief in das Gewebe eindringen und so gezielt die Wirkungsregion erreichen.


Bequem schlafen

Eine gesunde Schlafposition ist das A und O, wenn es darum geht, Nackenschmerzen nicht nur zu lindern, sondern diesen auch dauerhaft vorzubeugen. Besonders die Qualität von Matratze und Kissen entscheiden darüber, wie gut das Bett ausgestattet ist.


Ursache für Nackenschmerzen abklären lassen

Für den Erfolg der Therapie ist es wichtig, die Ursache zu kennen. Deshalb sollte nicht einfach ins Blaue hinein behandelt werden, sondern erst eine umfassende Diagnostik erfolgen. Nur so lassen sich die Gründe der Schmerzen eindeutig identifizieren und im Kern therapieren.

Artikel zuletzt aktualisiert am 10. Juni 2022 von
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