Schmerzen im oberen Rücken – was tun?

Manchmal beginnt es mit einem unangenehmen Druckgefühl im oberen Rücken. Ein anderes Mal schießt ein kräftiger Schmerz aus dem Nichts in den Bereich der Brustwirbelsäule. Im oberen Rückenbereich sind Wirbelsäulenschäden und muskuläre Verspannungen nicht so häufig wie im unteren Bereich des Rückens. Eine genaue Abklärung der Ursache ist bei länger anhaltenden Schmerzen dringend erforderlich, weil auch ernsthafte Erkrankungen der Nieren und der Lunge in diesen Bereich ausstrahlen können.

Die Symptome: Lage, Dauer und Schmerzqualität von Schmerzen im oberen Rücken

Der obere Rücken reicht vom unteren Nacken über die Schulterblätter die Brustwirbelsäule entlang. Eine anatomisch klare Abgrenzung zum mittleren Rückenbereich gibt es nicht. Allgemein spricht man vom oberen Rücken, wenn es um den dreieckigen Bereich ab Nacken mit den Schulterblättern, die Brustwirbelsäule längs, bis zum letzten Rippenansatz, am 12. Brustwirbel, geht.

Die Schmerzen können in Bewegung sowie in Ruhephasen auftreten. Im Bereich der Brustwirbelsäule haben sie meistens eine sehr starke Qualität. Oft sind die Schmerzen einseitig, entweder

  • an der Wirbelsäule,
  • an den Schulterblättern
  • oder im hinteren Rippenbereich.

Bei Schmerzen im oberen Rückenbereich ist es wichtig, eventuelle Begleitsymptome genau zu erfassen, zum Beispiel: Zieht der Schmerz in andere Regionen, sind zur gleichen Zeit auch andere Symptome wie Taubheitsgefühle, Kurzatmigkeit oder Fieber auffällig?

Wenn die Schmerzen länger als eine Woche anhalten, sollte die Ursache unbedingt in einer hausärztlichen oder orthopädischen Praxis abgeklärt werden.

Ursachen von Schmerzen im oberen Rückenbereich

Es ist nicht immer leicht, die genaue Ursache herauszufinden. In vielen Fällen sind mehrere Ursachen miteinander verwoben. Ein Syndrom, wie bei der Lendenwirbelsäule und dem Nackenbereich gibt es für die Brustwirbelsäule nicht.

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Symptome in Form von Schmerzen im oberen Bereich des Rückens können durch folgende Schäden und Krankheiten verursacht werden:

aber auch durch:

  • Rippenfellentzündung
  • Nierensteine
  • Nierenbeckenentzündung
  • Lungenkrebs
  • Aortenaneurysma
  • Lungenembolie

Stoppreflex-Haltung bei Rückenschmerzen

Die häufigste Ursachen für Schmerzen im oberen Rückenbereich resultieren aus Fehlhaltungen. Darunter ist die sogenannte Stoppreflex-Haltung am weitesten verbreitet. Das ist eine, meist unbewusste, (Schutz)Haltung. Die Schultern sind dabei hoch und nach vorn gezogen. Der obere Rücken ist krümmt und der Nacken leicht nach vorn geschoben. Die Muskeln verspannen sich und verursachen mit der Zeit starke Schmerzen. Gelegenheiten, bei denen es zu dieser Haltung kommen kann:

  • Kälte
  • psychisch unangenehme oder negative Situationen
  • plötzliche laute Geräusche
  • als „Angriff“ bewertete Situationen

Diagnose und Therapie von Schmerzen im oberen Rücken

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Um ernsthafte Erkrankungen auszuschließen sollte, bei anhaltenden Schmerzen, zunächst die Hausärztin, der Hausarzt oder eine orthopädische Praxis aufgesucht werden. Eine gründliche Befragung

  • nach der Lokalisation,
  • einer eventuellen Ausstrahlung und
  • der Qualität der Schmerzen
  • sowie gezielte Bewegungstests

geben bereits wichtige Hinweise. Gegebenenfalls müssen bildgebende Verfahren (MRT, CT) oder internistische Diagnoseverfahren wie Blutbild und Urinuntersuchung zu einer genauen Diagnose führen. Die Therapie richtet sich ganz nach der Diagnose. Geht es jedoch um Muskelverspannungen, gibt es eine Fülle von Maßnahmen, mit denen man sich selbst helfen kann.

In 3 Schritten gegen schmerzhafte Muskelverspannungen im oberen Rücken

  1. Dehnen und Wärme
    Bei Schreibtischarbeit oder anderen starren Arbeitsabläufen, alle 20 Minuten kurze Stretching-Übungen für den oberen Rücken, Schulterbereich, Arme und Nacken einlegen. Es reicht auch schon, alle Muskeln kräftig anzuspannen und wieder zu entspannen. Herrlich entspannend ist es, sich morgens und abends eine heiße Dusch-Massage auf den oberen Rücken prasseln zu lassen. Wärme lockert die Muskeln und lindert dadurch den Schmerz.
  2. Korrektur der Fehlhaltung
    Häufig bewusst auf die Haltung im Sitzen, Stehen und beim Gehen achten. Immer wieder den Rücken gerade aufbauen, Schultern locker hängen lassen und das Kinn ein wenig Richtung Brustbein ziehen. Auch rückenfreundliches Schuhwerk kann eine Menge bewirken. Hochhackige Schuhe gehören nicht dazu.
  3. Muskelaufbau
    Für einen Muskelaufbau kommt man um Sport nicht herum. Doch bereits mit einem Latexband oder einem großen Gymnastikball lassen sich gezielt die Muskeln im oberen Rücken aufbauen. Auch viele Haltungen aus dem Yoga sind perfekt dafür geeignet, die obere Rückenmuskulatur zu stärken:
    – im Stand Vorwärts- und Rückwärtsbeugen
    – die Brücke
    – seitliche Rumpfbeuge (linke Hand an rechten Fuß und umgekehrt)

Zusammenfassung

Auch wenn häufiger der untere Rückenbereich von Schmerzen betroffen ist, leiden viele Menschen unter Schmerzen im oberen Rücken. Ursachen gibt es viele, vor allem Verspannungen, Verletzungen und Entzündungen. Meist lassen sich diese Schmerzen durch Bewegung, Wärme und eine bewusstere Haltung beheben.

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