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Haftungsausschluss

Bewegungseinschränkungen durch Rückenschmerzen

Eines der gefährlichsten Symptome bei Rückenschmerzen sind die damit verbundenen Bewegungseinschränkungen. Besonders bei leichten Verspannungen im Rücken und chronischen Rückenschmerzen werden die damit einhergehenden Bewegungseinschränkungen oft gar nicht bewusst wahrgenommen. Der Rücken meldet sich, doch wir hören es nicht?

Bewegungseinschränkung oder einfach nur unbeweglich?

Bewegungseinschränkungen, die der Betroffene selbst kaum wahrnimmt, resultieren meistens aus angeborenen Rückenleiden, degenerativen Rückenerkrankungen oder aus Verspannungen der Rückenmuskulatur (durch Fehlhaltung, Lebensweise, Stress, etc.). Mit erblichen Rückenleiden lernt der Körper früh umzugehen. Zum Beispiel bei einer angeborenen Beinlängendifferenz (mehr als 6 Millimeter) oder einer Wirbelsäulenverkrümmung (Skoliose). Meistens werden diese Leiden vom Kindesalter an ärztlich begleitet. Die Muskeln bekommen von Anfang an die Chance, geeignete Therapien und ausreichende Bewegung vorausgesetzt, die Haltungsfehler auf physiologisch gesunde Art und Wiese auszugleichen.

Anders sieht das bei den degenerativen Rückenerkrankungen aus. Sie entstehen erst im Laufe der Lebensjahre und manifestieren sich schleichend, meistens im mittleren Lebensalter. Gerne werden dann die Schmerzen und die damit verbundenen Bewegungseinschränkungen mit den Argumenten „man wird auch nicht jünger“ oder „ich war noch nie besonders beweglich“ bagatellisiert. Ähnlich sieht es bei den Bewegungseinschränkungen aus, die sich aufgrund von Muskelverspannungen durch Fehlhaltungen oder psychisch-sozialen Belastungen einschleichen.


Bewegungseinschränkungen durch Hexenschuss

Schießen hingegen die Rückenschmerzen heftig und erbarmungslos ein, dann ist die Bewegungseinschränkung meistens so stark in den Fokus gerückt, dass die Betroffenen sofort versuchen, Maßnahmen dagegen zu unternehmen. Diese Art von Rückenschmerz ist landläufig als „Hexenschuss“ bekannt. Der Hexenschuss bezeichnet einen heftigen, akuten Schmerz im mittleren, unteren Rückenbereich, der mit starken Bewegungseinschränkungen verbunden ist, auch Lumbago genannt.

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Dafür gibt es wiederum viele Ursachen. Oft geht einem Lumbago ein jahrelanger, ungesunder Livestyle voraus:

  • wenig Bewegung,
  • viel Sitzen,
  • falsche Körperhaltung,
  • schwache Muskulatur,
  • hohes Körpergewicht,
  • ungesunde Ernährung
  • etc.

Bekannte Rückenerkrankungen mit Schmerzen und starken Bewegungseinschränkungen sind:

  • Bandscheibenvorfälle (Brust- und Lendenwirbelsäule)
  • Ischialgie/ Lumboischialgie (Lendenwirbelsäule, Kreuzbein)
  • Wirbelblockade (Wirbelgelenkblockade) (Hals-, Brust- und Lendenwirbelsäule, Kreuzbein)

Plötzliche Bewegungseinschränkungen, was tun?

Als erste Maßnahme bei akuten Bewegungseinschränkungen durch starke Rückenschmerzen gilt es, die Wirbelsäule zu entlasten. Das funktioniert am besten mit der Stufenlagerung (Rückenlage, Beine im 90° Winkel hochlagern). Das vielfach zitierte Aushängen an den Armen (am Türrahmen oder an der Teppichstange) bedeutet keine wesentliche Entlastung für die Wirbelsäule. Besser ist es, sich mit den Unterarmen und Ellenbogen auf einen festen Sessel oder Tisch zu stützen, sodass man den Rücken samt Gesäß hängen lassen kann.


Welche Rückenschmerzen verursachen welche Bewegungseinschränkung?

Eindeutige Zuweisungen von bestimmten Rückenschmerzen und damit verbundenen spezifischen Bewegungseinschränkungen sind nicht möglich. Zu individuell sind die Rückenschmerzen zu vielschichtig die einzelnen Ursachen. Starke, akute Bewegungseinschränkungen entstehen bei Rückenschmerzen meistens durch einen Bandscheibenvorfall und durch eine Wirbelblockade. Ist der Ischiasnerv dabei betroffen, gibt es noch einmal besondere Bewegungen, die die Betroffenen gar nicht, oder nur unter starke Schmerzen ausführen kann. Beispiele für prominente Bewegungseinschränkungen, die durch Rückenschmerzen verursacht werden:

  • Drehbewegungen (Bandscheibenvorfall, Wirbelblockade)
  • Unvermögen auf Zehenspitzen oder Fersen laufen (Lumboischialgie)
  • es schmerzt im Stand das Knie hochziehen (Lumboischialgie)
  • Rumpfbeuge vorn oder zurück (Lumbalgie)
  • Sitzen und Stehen (Druck auf gestörte Wirbelstrukturen)

Die Reaktion der Muskeln auf Bewegungseinschränkungen

Eine länger andauernde Bewegungseinschränkung bedeutet, es werden irgendwo keine Muskeln mehr beansprucht. Mit der Zeit werden Muskeleiweiße abgebaut und Energie wird aus diesen Muskeln herausgezogen. Die Nerven- und Blutversorgung wird gedrosselt. Die Muskelfasern der Schnellkraftmuskulatur verliert bereits nach 14 Tagen spürbar an Leistung.

Die Rumpfmuskulatur ist perfekt aufeinander abgestimmt. Das ist auch der Grund, warum es nie ausreicht, nur eine Muskelgruppe zu trainieren. Zu einem Bauchmuskeltraining gehört immer auch das Training der Rückenmuskulatur und umgekehrt. Wenn es aufgrund von einer Schonhaltung durch Rückenschmerzen zu einer längeren „Stilllegung“ einer Muskelgruppe kommt, verspannen sich andere Muskeln, um dieses Defizit auszugleichen. Ein ungesunder Kreislauf aus Schmerzen, Bewegungseinschränkungen und Verspannungen beginnt.


Manuelle Therapie kann bei Bewegungseinschränkungen durch Rückenschmerzen hilfreich sein

Die manuelle Therapie, eine Technik zum Behandeln von Funktionsstörungen am Bewegungsapparat, steht für Manipulation und Mobilisation. Bestimmte, behutsame Handgriffe sollen die Beweglichkeit der Gelenke erhöhen und Rückenschmerzen lindern. Die eingeschränkte Bewegung kann durch ein langsames, wiederholtes Bewegen der Gelenke schrittweise erweitert werden. Dabei werden die Bewegungen vom Physiotherapeuten zunächst einmal mit geringerer und im Laufe der Zeit zunehmender Geschwindigkeit ausgeführt. Dem Therapeuten steht mit der manuellen Therapie eine effektive Behandlungstechnik zur Verfügung. Damit kann er Funktionsstörungen sämtlicher Gelenke positiv beeinflussen. Am Anfang steht immer die ausführliche Befunderhebung, um das Problem zu analysieren und die möglichen Ursachen zu ermitteln. Der Therapeut kann im Anschluss anhand einer körperlichen Untersuchung die Relevanz überprüfen.


Vorbeugung einer eingeschränkten Bewegung durch Bewegungstraining

Während früher bei Rückenschmerzen gern einmal zu Ruhe geraten wurde, ist mittlerweile längst klar, dass zu wenig Bewegung die Rückenmuskulatur schwächen kann. Dadurch können sich die Rückenschmerzen zusätzlich verstärken. Ein Mangel an Bewegung kann außerdem weitere gesundheitliche Probleme nach sich ziehen. Daher wird Menschen mit Rückenschmerzen inzwischen zu mehr Bewegung geraten. Zur Vorbeugung immer wiederkehrender Rückenschmerzen ist ein regelmäßiges, effektives Bewegungstraining sehr wirksam und kann vor einem Rückfall schützen. Lange Bettruhen sollten unbedingt vermieden werden. Da es gerade in akuten Schmerzphasen schwer fällt, sich zu bewegen, kann anfangs ein Schmerzmedikament sinnvoll sein, um es zu ermöglichen.

Zum Bewegungstraining, das sich bei Rückenschmerzen eignet, gehören beispielsweise Übungen zur Kräftigung, Gymnastik, Ausdauertraining wie Nordic Walking, Schwimmen, Radfahren, Yoga oder Pilates. Mehr Bewegung sollte übrigens auch in den Alltag integriert werden. Das heißt, es ist von Vorteil, wenn mehr zu Fuß gegangen und das Auto häufiger mal stehen gelassen wird. Anstatt des Fahrstuhls kann die Treppe benutzt werden. Die Möglichkeiten sind vielfältig.


Rückenschule ist zur Verbesserung und Vorbeugung der Beschwerden sehr sinnvoll

Im Rahmen der Rückenschule wird versucht, falsche Bewegungsmuster zu verringern und die Körperhaltung bewusst zu korrigieren. Hier werden entsprechendes Wissen und verschiedene Techniken vermittelt, um Rückenschmerzen vorzubeugen und zu lindern. Es werden Übungen durchgeführt, die verschiedene Schäden des Bewegungsapparates mindern können. Der Betroffene erlernt dabei verschiedene Übungen, die er anschließend zuhause allein weiter ausführen kann.

Nur wenn diese erlernten Übungen dauerhaft zuhause durchgeführt werden, ist mit einer Linderung der Rückenschmerzen zu rechnen. Eine Regelmäßigkeit der Durchführung ist bei einer Stärkung der Rückenmuskulatur sehr wichtig. Somit umfassen Rückenschulkurse meist einen theoretischen und praktischen Teil. Sie werden beispielsweise von Fitnessstudios und physiotherapeutischen Praxen angeboten. Bei entsprechenden Beschwerden verordnen die Ärzte häufig ein Rezept, um die Gesamtkosten nicht allein tragen zu müssen. Die Programme eignen sich gut für Patienten mit chronischen Rückenschmerzen.


Durch Ergotherapie die Bewegung verbessern

Die Ergotherapie ist sinnvoll für Menschen, die aufgrund einer Erkrankung in der Bewegung eingeschränkt sind. Hier werden unter fachmännischer Anleitung alltägliche Verrichtungen und Bewegungsabläufe trainiert. Dadurch können Bewegungseinschränkungen verbessert und chronische Rückenschmerzen gelindert werden. Oftmals ist dadurch eine frühere Rückkehr zum Arbeitsplatz möglich. Ergotherapeuten können Tipps geben, welche Hilfsmittel im Alltag sinnvoll sind. Sie prüfen zudem, ob in der Wohnung Anpassungen möglich sind, die den Alltag erleichtern. Ergotherapeuten arbeiten mit Menschen aller Altersstufen. Die Ergotherapie gehört neben der Krankengymnastik und Logopädie zu den unverzichtbaren Heilmaßnahmen der Rehabilitation.


In 3 Schritten Bewegungseinschränkungen vorbeugen

1. Rumpfbeuge nach vorn
Aus dem Stand langsam nach vorn beugen. Die Fingerspitzen sollten bei durchgestreckten Knien den Boden berühren können.

2. Rumpfbeuge seitlich
Gerade an der Wand stehen. Füße ca. 15 cm auseinander, die Arme gerade an die „Hosennaht“. Ohne den Kontakt zur Wand zu verlieren zur Seite neigen. Reichen die Fingerspitzen bis auf Kniehöhe? Sehr gut!

3. Delfin-Position
In Bauchlage auf die Unterarme stützen (Ellenbogen stehen unter den Schultern), die Beine gestreckt, Füße stehen auf dem Vorderfuß. Eine gerade Ebene von den Füßen bis zum Kopf bilden und halten. 10 Sekunden, geschafft?

Zusammenfassung

Bewegungseinschränkungen sind die unmittelbare Folge von Rückenschmerzen durch Verspannungen. Hier entsteht dann direkt der Teufelskreis, da durch zu wenig Bewegung Rückenschmerzen noch mehr gefördert werden. Aber auch Bandscheibenerkrankungen und Entzündungen des Ischias-Nervs sorgen für Bewegungseinschränkungen. Hier ist es wichtig, sich nicht ausschließlich zu schonen, sondern leichte Bewegung in den Alltag zu integrieren, um mobil zu bleiben.

Letzte Version vom 18. Oktober 2018 von
Über den Autor René Dasbeck Hauptberuflich bin ich als IT-Experte in einem Kinderzeitschriftenverlag tätig, privat glücklicher Vater zweier toller Töchter und hier Betreiber einer Webseite, auf der ich vom täglichen Kampf gegen meine Schmerzen im Nacken und Rücken berichte. In den letzten Jahren habe ich viele Probleme mit meinem Körper aushalten müssen, konnte aber durch intensive Beschäftigung mit dem Thema viel Wissen aufbauen, das leider die meisten Mediziner mir nicht bieten konnten. Letzten Endes habe ich Schmerzen weitestgehend aus meinem Leben verbannen können. Um anderen Leidgenossen zu helfen, gebe ich hier einen umfassenden medizinischen Überblick und meine Erfahrungen über Schmerzen vieler Art weiter und empfehle so manches Buch oder Produkt, welches mir im Kampf gegen die Schmerzen geholfen haben. Mehr Informationen über mich und meine Erfahrungen findest du auf meiner "Über mich"-Seite. Und wenn du Rat zu Nackenschmerzen benötigst, kannst du mich gerne unter info@schmerz-im-nacken.de anschreiben.
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