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Plötzliche oder schleichend einsetzende starke Rückenschmerzen

Millionen Menschen leiden unter Rückenschmerzen. Manchmal setzen sie ganz plötzlich ein und in anderen Fällen kommen sie schleichend. Wo ist der Unterschied und was sind die Ursachen? Was kann gegen die Beschwerden getan werden?

Plötzlich oder schleichend einsetzende Rückenschmerzen – wo ist der Unterschied?

Plötzliche oder schleichend einsetzende Rückenschmerzen kann man je nach Dauer auch als akut oder chronisch bezeichnen. Akute Rückenschmerzen halten nicht länger als sechs Wochen an. Wenn der Arzt fragt, ob die Schmerzen akut sind, bedeutet dies in dem Zusammenhang also nicht, wie stark sie sind oder wie hoch der Leidensdruck ist. Akut beschreibt lediglich, dass die Rückenschmerzen zeitlich begrenzt sind. Sie sind in den meisten Fällen harmlos und verschwinden bei einer entsprechenden Umstellung des Auslösers oder sonstigen Maßnahmen häufig von allein wieder.

Dennoch ist es wichtig, nach der Ursache zu suchen. Die chronischen Rückenbeschwerden bestehen länger als drei Monate und setzen oftmals schleichend ein. Die Stärke der Rückenschmerzen kann variieren, sodass sie mal schwächer und mal stärker sind. Den schleichend einsetzenden Rückenschmerzen liegt häufig eine behandlungsbedürftige Erkrankung zugrunde.

Mögliche Ursachen plötzlich einsetzender Rückenschmerzen

  • Verspannte Muskeln,
  • verkürzte Sehnen
  • und überdehnte Bänder

gehören zu den häufigsten Ursachen von akuten Beschwerden im Bereich des Rückens.

Rückenschmerzen nach ruckartiger Bewegungen

Die Ursache für Rückenschmerzen, die plötzlich auftreten, können eine ungünstige oder ruckartige Bewegung sowie das Heben von schweren Lasten sein. Der Schmerz ist in diesem Fall meist stechend und schießt schlagartig ein. Dieser akute Schmerz ist beispielsweise typisch für einen Hexenschuss. Die Symptome können sehr vielfältig sein. Neben dem plötzlichen, stechenden Schmerz sind auch Druckschmerzen und eine starke Bewegungseinschränkung möglich.

Kreuzschmerzen durch langes Sitzen

Langes Sitzen kann ebenso eine Ursache für plötzliche Rückenschmerzen sein. Dieses Problem tritt häufig bei Menschen auf, die beruflich bedingt am PC sitzen. Hier ist es wichtig, auf einen gesunden Ausgleich zu achten, indem hin und wieder aufgestanden und in der Freizeit auf genügend Bewegung geachtet wird.

Mögliche Ursachen schleichend einsetzender Rückenschmerzen

Kreuzschmerzen durch Verspannungen

Rückenbeschwerden, die sich innerhalb von mehreren Tagen oder Wochen aufbauen oder verschlimmern, können die Folge einer Muskelverspannung sein. Die Schmerzen sind meist ziehend leicht bis mittelschwer.

Rückenschmerzen durch Bandscheibenvorfall

Eine weitere Ursache für schleichend einsetzende Rückenschmerzen ist ein Bandscheibenvorfall. Hier können die Schmerzen je nach betroffener Region bis in das Bein, die Schulter oder den Arm ausstrahlen. Es gibt aber auch den akuten Bandscheibenvorfall, der starke Rückenschmerzen verursacht.

Rückenschmerzen durch Osteoporose

Osteoporose beginnt ebenfalls oftmals schleichend, sodass zunächst einmal nichts von der Erkrankung bemerkt wird. In fortgeschritteneren Stadien können jedoch erhebliche Schmerzen auftreten.

Rückenschmerzen durch Morbus Bechterew

Der schleichende Beginn ist auch für die Erkrankung Morbus Bechterew typisch. Die Schmerzen nehmen über Wochen hinweg langsam zu und sind meist nachts oder am frühen Morgen am stärksten. Unter Bewegung lassen sie gewöhnlich nach, während Ruhe weniger gut tut. Die Beschwerden sind meist drei Monate lang vorhanden.

Rückenschmerzen durch Verschleiß und Abnutzung

Ebenso ein Auslöser für schleichende Rückenschmerzen sind Verschleiß- und Abnutzungserscheinungen.

Wann sollte man zum Arzt gehen bei plötzlichen und schleichend einsetzenden Rückenschmerzen?

Rückenschmerzen sollten von einem Arzt abgeklärt werden, wenn sie mehr als zwei Wochen andauern oder zusätzlich weitere Beschwerden auftreten, beispielsweise:

  • Starke Rückenschmerzen
  • Länger als drei Tage andauernde und immer intensiver werdende Beschwerden
  • Taubheit, Lähmungserscheinungen oder Schmerzen in den Armen oder Beinen
  • Missempfindungen wie Kribbeln
  • Rückenschmerzen verstärken sich beim Bewegen, Husten oder Niesen
  • Schwächegefühl, schlechtes Allgemeinbefinden, Fieber
  • Probleme, Urin oder Stuhl zu halten

Als erster Ansprechpartner gilt zunächst einmal der Hausarzt, der entweder eine Therapie beginnt oder zum Facharzt wie einen Orthopäden überweist. Meist wird letztere Möglichkeit gewählt, da bei Rückenschmerzen in der Regel verschiedene diagnostische Methoden notwendig sind, um die Ursache herauszufinden und eine passende Behandlung einzuleiten. Der Besuch bei einem Osteopathen kann sehr hilfreich sein.

Was kann helfen?

Die Behandlung richtet sich grundsätzlich nach der Ursache der Schmerzen. Daher ist die Diagnosestellung vor allem bei länger andauernden Beschwerden sehr wichtig. Bei akuten Rückenschmerzen hilft Wärme oftmals, denn sie lockert die Muskulatur und fördert die Durchblutung. Gleichzeitig können die Rückenschmerzen gelindert werden. Massagen und falls erforderlich Medikamente können ebenso den Schmerz verbessern. In vielen Fällen ist auch Bewegung hilfreich.

Rückengesunder Sport lohnt mehrfach, da er gleichzeitig einer Chronifizierung der akuten Rückenschmerzen vorbeugt. Bettruhe hingegen ist meistens kontraproduktiv und verschlimmert die Rückenschmerzen eher noch, da die Muskeln geschwächt werden. Die Rückenmuskulatur sollte jedoch gestärkt werden, beispielsweise durch Physiotherapie und spezielle Übungen. Mangelnde Bewegung ist ohnehin ein häufiger Grund für Rückenschmerzen.

Fazit

Rückenschmerzen sind Warnsignale des Körpers. Sind sie anhaltend, überlasten sie das Nervensystem und können zur Reizüberflutung führen. In vielen Fällen resultieren Rückenschmerzen aus einer verspannten Muskulatur, die sich aufgrund eines Bewegungsmangel, Übergewicht, einer Fehlhaltung oder Stress entwickeln kann. Die Alarmzeichen sollten vor allem bei schleichend einsetzenden und länger anhaltenden Rückenschmerzen ernst genommen werden.

Die Ermittlung der Ursache und die Einleitung einer geeigneten Therapie sind sehr wichtig, um die Rückenschmerzen zu lindern und eine Verschlechterung oder Chronifizierung der Beschwerden zu vermeiden. Als vorbeugende Maßnahme steht an oberster Stelle die regelmäßige Bewegung. Rückenfreundliche Sportarten sind Ausdauersportarten wie

  • Radfahren,
  • Joggen,
  • Walken
  • oder Schwimmen.

In einer Rückenschule kann die Muskulatur des Rückens aufgebaut werden. Wer häufig Stress ausgesetzt ist, kann mit verschiedenen Entspannungstechniken Rückenschmerzen vorbeugen.

Letzte Version vom 7. August 2018 von
Über den Autor René Dasbeck Hauptberuflich bin ich als IT-Experte in einem Kinderzeitschriftenverlag tätig, privat glücklicher Vater zweier toller Töchter und hier Betreiber einer Webseite, auf der ich vom täglichen Kampf gegen meine Schmerzen im Nacken und Rücken berichte. In den letzten Jahren habe ich viele Probleme mit meinem Körper aushalten müssen, konnte aber durch intensive Beschäftigung mit dem Thema viel Wissen aufbauen, das leider die meisten Mediziner mir nicht bieten konnten. Letzten Endes habe ich Schmerzen weitestgehend aus meinem Leben verbannen können. Um anderen Leidgenossen zu helfen, gebe ich hier einen umfassenden medizinischen Überblick und meine Erfahrungen über Schmerzen vieler Art weiter und empfehle so manches Buch oder Produkt, welches mir im Kampf gegen die Schmerzen geholfen haben. Mehr Informationen über mich und meine Erfahrungen findest du auf meiner "Über mich"-Seite. Und wenn du Rat zu Nackenschmerzen benötigst, kannst du mich gerne unter info@schmerz-im-nacken.de anschreiben.
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