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Mein Kind hat Nackenschmerzen – Was kann ich tun?

Immer häufiger leiden in unserer heutigen Gesellschaft schon Kinder unter Verspannungen und damit einhergehenden Schmerzen im Nackenbereich. Unweigerlich stellt sich folgende Frage: Was sind die Auslöser und Ursachen, die schon bei Ihren Jüngsten Nackenschmerzen hervorrufen? Nehmen wir den Alltag eines Schulkindes einmal näher unter die Lupe.

Früh morgens starten schon viele Kinder mit einem häufig viel zu schweren Schulranzen den oft langen Weg zur Schule. Rücken und Nacken werden beansprucht. In der Schule müssen die Kinder manchmal stundenlang auf ihren Holzstühlen sitzen, je nach Sitzordnung erfordert der Blick nach vorne, dass sie den Körper oder wenigstens ihren Kopf ungünstig verdrehen.

Leistungsdruck sorgt für Nackenverspannungen bei Kindern

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Der Leistungsdruck und die hohen Erwartungen an die Schüler versetzt viele unter Stress, der ihnen wortwörtlich im Nacken sitzt. Zuhause angekommen müssen die Hausaufgaben erledigt werden und dann wird von den Kindern häufig Erholung vor dem TV, der Playstation, dem Tablet oder Handy gesucht.

Alles erneut sitzende Tätigkeiten, meist in schiefer oder krummer und somit zu Fehlhaltungen führenden Positionen, die weder zum Muskelaufbau noch zur Muskelentspannung und –dehnung beitragen. Doch genau solche Maßnahmen würden vielen unter Nackenschmerzen leidenden Kindern zu Gute kommen. Was könnten nun Sie im Detail für und mit Ihren Kindern tun, um die weit verbreiteten und unangenehmen Nackenschmerzen zu reduzieren oder diesen vorzubeugen?

Zu wenig Bewegung verursacht bei Kindern Nackenschmerzen

Bei vielen Kindern summiert sich im Alltag zu den größtenteils sitzenden Tätigkeiten in der Schule und am Schreibtisch bei den Hausaufgaben häufig die Nutzung moderner Medien, wie PC oder TV. Die Folge davon ist zu wenig Bewegung und damit einhergehend eine mangelhafte Muskelkraft, die wiederrum zu Verspannungen und somit Nackenschmerzen führen kann.

Überlegen Sie mit Ihrem Kind, welche den Körper aktivierenden Tätigkeiten es ausüben könnte oder möchte, um gezielt Muskeln aufzubauen und den Nacken zu trainieren, bzw. diesen zu entlasten und zu entspannen. Beispielsweise könnte ihr Kind in einen Sportclub eintreten, zum Turnen oder Schwimmen gehen, vielerorts gibt es Kinder-Yoga zur Entspannung oder die Progressive Muskelentspannung nach Jacobson. Muskelaufbau genauso wie Dehnung und Entspannung sollten integrale Bestandteile des Alltags Ihrer Kinder sein, um Nackenschmerzen zu vermeiden.

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Unter Stress leiden nicht nur Erwachsene, sondern mittlerweile auch immer mehr Kinder. Wie steht es um meine schulischen Leistungen? Schaffe ich das? Was denken meine Mitschüler über mich? Sind meine Eltern zufrieden? Erfülle ich Ihre Erwartungen? Wann soll ich das Stück für den Auftritt noch üben? Solche oder so ähnliche Fragen spuken in den Köpfen vieler Kinder – sie verspüren Stress, der oft schwer auf ihnen lastet.

Versuchen Sie mit Ihrem Kind etwaige Stressfaktoren abzuklären und den Kindern Druck zu nehmen sowie Ihnen Handlungsmöglichkeiten zur Stressbewältigung an die Hand zu geben. Die Kinder sollten in ihren jungen Jahren auch wirklich noch Kindern sein dürfen. Schenken Sie Ihrem Kind anstelle dessen etwas Spaß und Freude, so dass es entspannen kann – nicht nur innerlich sondern damit einhergehend auch muskulär.

Optimierung von Schulranzen und Schreibtisch

Klagt Ihr Kind über Schmerzen beim Tragen des Schulranzens? Wenn dies der Fall ist sollten Sie Folgendes überprüfen. Der Ranzen darf nicht zu schwer sein. Dinge, die das Kind aktuell nicht braucht, sollten in der Schule oder zu Hause bleiben. In einem optimal gepackten Ranzen sind schwere Sachen rückennah verstaut. Die Riemen sind gepolstert, verteilen das Gewicht und sind gleichmäßig eingestellt. Ein zusätzlicher Brust- und Hüftgurt nimmt die Last von den Schultern und verhindert Nackenschmerzen.

Beim Schreibtisch sollten Sie darauf achten, dass ihr Kind aufrecht und gerade sitzen kann. Der Stuhl muss passend eingestellt sein. Verkrümmen sich Kinder über ihren Aufgaben, sollten Sie schnell etwas verändern, um Verspannungen, Schmerzen und im Weiteren Fehlhaltungen zu vermeiden. Zeigen Sie Ihrem Kind, wie es richtig sitzt – aufgerichtete Schultern und gerader Rücken!

Sicherstellung eines entspannten Schlafs

Klagt Ihr Kind häufig nach dem Aufwachen über Nackenschmerzen, sollten Sie die Qualität der Matratze und des Kissens überprüfen. Beobachten Sie die Schlafposition Ihres Kindes. Ein unruhiger und somit zu Verspannungen führender Schlaf kann auch durch zu viel Stress hervorgerufen werden.

Bei starken oder länger anhaltenden Nackenschmerzen sowie bei Begleiterscheinungen wie etwa Fieber, sollten Sie mit Ihrem Kind umgehend einen Arzt aufsuchen, der die genauen Ursachen abklären und geeignete Therapiemöglichkeiten anbieten kann.

Wärme hilft Kindern mit Nackenschmerzen

Wärme wird bei Nackenschmerzen und Verspannungen oft als besonders angenehm und wohltuend empfunden. Bei Kindern ist es eine schonende Art der Behandlung, ohne Nebenwirkungen. Zum Einsatz können zum Beispiel ein Kirschkernkissen, Rotlichtlampe oder eine Wärmesalbe kommen. Regelmäßige Bäder mit Lavendel- oder Fichtennadelzusatz können ebenso große Linderung bringen. Der Nackenbereich sollte vor einer Auskühlung und Zugluft geschützt werden. Wärme ist lediglich nicht geeignet, wenn die Ursache für die Nackenschmerzen eine Entzündung ist.

Richtige Schuhe gegen Nackenschmerzen

Richtige Schuhe sind ein sehr wichtiger Faktor, um verschiedene Beschwerden bei Kindern zu verhindern, so auch Nackenschmerzen. Gerade in die Schuhe sollte lieber etwas mehr Geld investiert werden, da eine Fußfehlstellung beispielsweise auf die gesamte Haltung des Kindes Auswirkung hat. In der Folge werden Rücken- und Nackenschmerzen begünstigt. Ein orthopädisch korrekter Sitz der Schuhe ist wichtig. Es sollte auf eine stabile Sohle mit einer guten Federung geachtet werden. Woran zeigt sich, dass es falsche Schuhe sind? Ein erster Ansatzpunkt sind Schmerzen in den Füßen. Die weiteren Beschwerden gesellen sich im Laufe der Zeit dazu. Die Ursache wird oft erst durch Orthopäden erkannt.

Regelmäßige Pausen bei sitzenden Tätigkeiten helfen Kindern gegen Nackenbeschwerden

Wir Menschen verlernen immer mehr, uns zu bewegen. Dies gilt auch für die Kleinen. Kinder sitzen viel zu viel, zuerst den halben Tag in der Schule, dann zuhause bei den Hausaufgaben oder beim Lernen. Danach geht es an die Freizeitaktivitäten, von denen auch viele im Sitzen stattfinden, zum Beispiel PC, Konsolen, Fernseher, Lesen, Malen, Puzzeln oder Spielen. Kein Wunder, wenn da Nackenschmerzen und Verspannungen entstehen. Daher ist es wichtig, darauf zu achten, dass sich das Kind wenigstens einmal in der Stunde etwas bewegt. Die sitzenden Tätigkeiten müssen regelmäßig unterbrochen werden. Monotone Belastungen sollten grundsätzlich vermieden werden.

Regelmäßige Bewegungsphasen sind ein optimaler Ausgleich zum Dauersitzen. Sie entlasten den erheblich beanspruchten Rücken des Kindes. Die Bandscheiben werden besser mit Nährstoffen und Flüssigkeit versorgt. Dadurch bleiben die Stoßdämpfer der Wirbelsäule elastisch und flexibel. In der Freizeit sollten Kinder natürlich ebenso möglichst viel Zeit im Freien verbringen und aktiv sein.

Kinder sollten Bücken und Tragen üben

Kinder bücken sich, genau wie viele Erwachsene, beim Aufheben der verschiedensten Dinge wie einem Ball oder beim Schuhe zubinden falsch. Es ist wichtig, dem Kind zu zeigen, wie es richtig geht, um Nackenschmerzen zu verhindern. Das Bücken sollte aus den Knien heraus erfolgen und nicht aus dem Rücken. In letzterem Fall kennt es wahrscheinlich nahezu jeder, wenn einem beim Hochheben aus dem Rücken ein stechender Schmerz durchfährt. Der Grund ist, dass die Belastung beim Heben mit einem krummen Rücken auf die Wirbelsäule geht. Das Kind sollte daher locker in die Knie gehen und das Gewicht bzw. den Gegenstand aus den Beinen anheben und ihn nah an seinem Körper tragen. Der Rücken bleibt dabei gerade. Zudem sollten Kinder nichts zu schweres aufheben oder tragen.

Richtige Möbel für Kinder gegen Verspannungen

Die richtigen Möbel sind ebenso wichtig. Falsche Stühle und Tische sorgen für eine krumme Körperhaltung und begünstigen somit Nackenschmerzen. Bei einem Sitzbuckel biegt sich die Wirbelsäule des Kindes nach hinten. Der Sitzbuckel gehört zu den häufigsten Wirbelsäulenerkrankungen bei Kindern. Daher sollten sie an einem gut angepassten Schreibtisch mit entsprechendem Stuhl lernen, Hausaufgaben machen, malen oder spielen. Die optimale Wahl sind höhenverstellbare Möbelstücke. Diese können Jahre lang an die Größe des Kindes angepasst werden. Aktiv-dynamisches Sitzen entlastet den Rücken.

Fazit

Der Hals ist eigentlich ein sehr beweglicher Teil des Körpers. Doch die langfristige Überbeanspruchung des Nackens und der Schulter lässt Muskelverhärtungen, Nackenschmerzen und Verspannungen entstehen, die meist auf Fehlhaltungen zurückzuführen sind, also eine falsche Körperhaltung. Die Kinder sollten nicht zu viel vor dem Fernseher oder am Computer sitzen, sondern sich bewegen. Daneben gilt es, die weiteren genannten Tipps zu beachten.

Letzte Version vom 7. August 2018 von
Über den Autor René Dasbeck Hauptberuflich bin ich als IT-Experte in einem Kinderzeitschriftenverlag tätig, privat glücklicher Vater zweier toller Töchter und hier Betreiber einer Webseite, auf der ich vom täglichen Kampf gegen meine Schmerzen im Nacken und Rücken berichte. In den letzten Jahren habe ich viele Probleme mit meinem Körper aushalten müssen, konnte aber durch intensive Beschäftigung mit dem Thema viel Wissen aufbauen, das leider die meisten Mediziner mir nicht bieten konnten. Letzten Endes habe ich Schmerzen weitestgehend aus meinem Leben verbannen können. Um anderen Leidgenossen zu helfen, gebe ich hier einen umfassenden medizinischen Überblick und meine Erfahrungen über Schmerzen vieler Art weiter und empfehle so manches Buch oder Produkt, welches mir im Kampf gegen die Schmerzen geholfen haben. Mehr Informationen über mich und meine Erfahrungen findest du auf meiner "Über mich"-Seite. Und wenn du Rat zu Nackenschmerzen benötigst, kannst du mich gerne unter info@schmerz-im-nacken.de anschreiben.
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