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Nacken-Schulter-Arm-Syndrom

Das Nacken-Schulter-Arm-Syndrom ist eine Erkrankung, die mit verschiedenen Beschwerden einhergeht: Der Nacken, die Schulter und oftmals auch der gesamte Arm schmerzen sehr. Der Arm kann dadurch im Laufe der Zeit immer schwerer über den Kopf gehoben werden. Typisch für das Nacken-Schulter-Arm-Syndrom ist eine schleichend fortschreitende Bewegungseinschränkung, die das letzte Stadium der Erkrankung ist. Daher ist eine möglichst frühzeitige Behandlung sehr wichtig.

Was ist ein Nacken-Schulter-Arm-Syndrom?

Bei einem Nacken-Schulter-Arm-Syndrom handelt es sich um einen Sammelbegriff für Nacken- und Schulterschmerzen, die den Bereich der Halswirbelsäule betreffen und in den Arm ziehen. Die Schmerzen können auch zum Kribbeln oder dem Gefühl einer Taubheit in den Händen führen. Beim Nacken-Schulter-Arm-Syndrom kommt es häufig auch zu Verspannungen der Nackenmuskulatur und in der Folge zu einer eingeschränkten Bewegungsfähigkeit des Kopfes. Es wird zwischen akuten und chronischen Beschwerden unterschieden. Akute Syndrome resultieren meist aus Verletzungen durch eine plötzliche Überbeanspruchung, zum Beispiel die Verletzung der Halswirbelsäule aufgrund eines Verkehrsunfalls.

Zudem können die Beschwerden durch ungewohnte Belastungen bei einer starken körperlichen Betätigung auftreten. Auch Zugluft kann die Ursache sein. Der Auslöser für chronische Syndrome sind meist degenerative Veränderungen. So unterschiedlich die möglichen Ursachen für das Nacken-Schulter-Arm-Syndrom sein können, so verschieden sind je nach Auslöser auch die Therapieansätze. Meist genügt jedoch eine konservative Therapie, das heißt, eine Behandlung ohne Operation. Sie hängt vom genauen Befund ab.

Wie äußert sich das Nacken-Schulter-Arm-Syndrom genau?

In der Medizin wird das Nacken-Schulter-Arm-Syndrom auch als Zervikobrachialgie bezeichnet. Die Betroffenen merken zuerst eine Art „steifen Hals„. Sie vermuten, dass der Grund Zugluft oder ein falsches Liegen ist. Doch die Beschwerden treten immer häufiger auf und auch die Beweglichkeit bleibt immer länger eingeschränkt. Es gibt auch beschwerdefreie Phasen, doch nach einiger Zeit sind die Symptome umso heftiger. Zudem kann es durch Reizungen der Nerven zum Kribbeln oder Taubheitsgefühl in den Händen und zu eingeschränkten seitlichen Kopfbewegungen kommen. Im extremen Fall kommt es zum Schiefhals, bei dem der Kopf zu einer Seite gebeugt ist. Bei all diesen Anzeichen sollte an ein Nacken-Schulter-Arm-Syndrom gedacht werden.

Definition: Was ist eine Zervikobrachialgie?

Eine Zervikobrachialgie ist gleichbedeutend mit einem Zervikobrachialgiesyndrom, verständlicher ist die deutsche Bezeichnung, Schulter-Arm-Schmerzen. Darunter fallen zunächst einmal alle Schmerzen, die von der Halswirbelsäule ausgehen und in den Arm hineinstrahlen. Je nach Ursache kommt es dabei zu Überschneidungen mit dem Begriff HWS-Syndrom. Von der Arthrose bis zum Tumor können einen Vielzahl von Ursachen dafür verantwortlich sein.

Weiterführende Informationen zu Zervikobrachialgie.

Was sind die Ursachen für das Nacken-Schulter-Arm-Syndrom?

Die Auslöser dieses hochkomplexen Leidens können physischer Natur sein, beispielsweise:

  • Fehlhaltungen durch eine sitzende Tätigkeit
  • häufiges einseitiges Tragen verschiedener Lasten
  • Zugluft

Weitere körperliche Ursachen:

  • Manchmal sind Blockierungen einzelner Wirbel der Auslöser. Sie strahlen dann schmerzhaft aus. Um sie zu lösen, können Massagen oder entsprechende Übungen sehr hilfreich sein.
  • Veränderungen der Wirbelsäule durch Alterungsprozesse oder Bandscheibenvorfälle sind weitere mögliche Ursachen für das Nacken-Schulter-Arm-Syndrom.
  • Eventuelle Auslöser könnten außerdem sein: Nervenlähmungen, Schleudertrauma, Rheuma, Morbus Bechterew oder Tumore im Bereich der Halswirbelsäule.

Auch psychische Faktoren spielen häufig eine Rolle, zum Beispiel :

  • depressive Verstimmungen
  • Überforderung im Job
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Bei mehr als 90 Prozent der Betroffenen liegen keine organischen Ursachen vor. Bei starken oder länger andauernden Schmerzen sollte jedoch unbedingt ein Arzt aufgesucht werden. Da die Symptome individuell verschieden sein können, sind gründliche Untersuchungen erforderlich, um die Diagnose zu stellen und andere Erkrankungen als Ursache ausschließen zu können.

Wie und durch wen erfolgt die Diagnostik beim Nacken-Schulter-Arm-Syndrom?

Für die Diagnostik ist nach einer ausführlichen Anamnese eine gründliche körperliche Untersuchung erforderlich. Der Orthopäde oder ein Facharzt der Neurochirurgie sind der optimale Ansprechpartner. Vor allem bei Gefühlsstörungen und einem Kraftverlust ist das MRT sinnvoll, um die Nerven und Bandscheiben darzustellen. Auf diese Weise können beispielsweise eine eventuell vorliegende Bandscheibenvorwölbung oder ein Bandscheibenvorfall festgestellt werden. Röntgenuntersuchungen oder Computertomografie können ebenfalls herangezogen werden. Zudem werden die Kraft, Reflexe und der Bewegungsumfang des Arms überprüft.

Was ist eine Bandscheibenvorwölbung?

Medizinisch wird eine Bandscheibenvorwölbung auch Bandscheibenprotrusion genannt. Es ist ein sogenannter inkompletter Bandscheibenprolaps. Die Bandscheibe zwischen zwei Wirbeln ist mit einem schützenden Faserring umgeben. Bei einer Vorwölbung ist der Faserring noch weitestgehend intakt, allenfalls angerissen, er wölbt sich nur zwischen den Wirbeln hervor. Dies kann zu heftigen Schmerzen führen. Meistens sind Menschen im fortgeschrittenen Alter davon betroffen.

Weiterführende Informationen zur Bandscheibenvorwölbung.

Wie sieht die Behandlung beim Nacken-Schulter-Arm-Syndrom aus?

Hilfreich kann eine Wärmebehandlung sein, beispielsweise durch eine Rotlichtlampe, ein Wärmepflaster oder ein heißes Bad. Viele Betroffene haben das Gefühl, dass sich dadurch der Schmerz verbessert, da sich die Verspannung lockert. Auch Massagen können die Behandlung unterstützen. Am häufigsten zum Einsatz kommt Krankengymnastik. Die speziellen Übungen sorgen für eine Entspannung und Kräftigung der Muskulatur. Bei starken Schmerzen kann der Arzt vorübergehend Schmerzmittel verschreiben. Zum Teil haben diese auch eine entzündungshemmende Wirkung. Zur Entlastung der Halswirbelsäule ist tagsüber eine spezielle Manschette und nachts ein ergonomisches Nackenkissen gut geeignet. In schwierigen Fällen kann, je nach Ursache, eine Operation erforderlich werden.

Triggerpunkte wegmassieren

Viele Betroffene mit Nackenschmerzen fragen sich, ob es möglich ist, Triggerpunkte selbst zu behandeln. Diese Frage kann mit einem Ja beantwortet werden. Als Trigger werden Muskelfasern bezeichnet, die chronisch entzündet oder verspannt sind und dadurch die Schmerzen auslösen. Der Schmerzpunkt wird in der manuellen Therapie mit einem leichten, dauerhaften Druck massiert, um ihn aufzulösen. Die Triggerpunkt-Druckmassage gilt als höchst wirksame Lockerungsmethode, die bei akuten Schmerzen sehr hilfreich sein kann. Kurzfristig kann es etwas schmerzhaft sein, doch im Laufe der Massage sollten die Schmerzen abnehmen. Doch die präzise Selbstmassage sollte sich auf die speziellen Punkte konzentrieren, denn ein planloses Herumreiben wird nicht hilfreich sein. Wer einen Triggerpunkt selber behandeln möchte, muss ihn genau treffen. Diese Punkte sind jedoch meistens nicht gut zu spüren. Daher ist es sinnvoll, sich auf die schmerzlichste Stelle am empfindlichen Punkt im Muskel zu konzentrieren. Wurde ein Triggerpunkt gefunden, wird er mit den Fingern kreisend massiert, bis die Schmerzen nachlassen. Die Druckmassage kann zwei bis drei Mal täglich durchgeführt werden. Wer sich diese Massage nicht selbst zutraut, kann sie sich auch verordnen lassen.

Stress vermeiden bei Nacken-Schulter-Arm-Syndrom

Nackenschmerzen lieben Stress. Daher sollte er unbedingt vermieden werden. Selbst vorhandene Nackenschmerzen können durch Stress und innere Verkrampfung verschlimmert werden. Seit langem wird dazu geraten, für einen guten Ausgleich zum Alltagsstress zu sorgen. Die Möglichkeiten sind vielfältig, zum Beispiel Entspannungstechniken wie Yoga oder Autogenes Training. Auch ein warmes Bad beruhigt die Seele und gleichzeitig die Muskulatur. In vielen Fällen können die Beschwerden durch mehr Entspannung gelindert werden.

Sind Langzeitfolgen möglich?

Durch einseitige oder ungünstige Körperhaltungen wird der Rücken übermäßig belastet. Dies gilt auch für den Übergang zwischen Schultern und Halswirbelsäule. Das Nacken-Schulter-Arm-Syndrom kann im Allgemeinen vollständig aufgelöst werden, wenn die Dysfunktion behoben ist, allerdings wird die Dauer der Genesung häufig davon beeinflusst, wie lange die Beschwerden bestehen. Halten die übermäßigen Belastungen in diesem Bereich jedoch länger an, kann es zu Schmerzen und Verspannungen kommen. Im Laufe der Zeit ist es möglich, dass sie chronisch werden. Auch ein Verschleiß, beispielsweise in der Form eines Bandscheibenvorfalls, oder Beschwerden in anderen Körperteilen können Langzeitfolgen sein. Das Nacken-Schulter-Arm-Syndrom kann also nach kurzer Zeit verschwinden, aber auch länger bestehen und chronisch werden. Wenn die Ursache bekannt ist, sollte daher eine geeignete Therapie beginnen, um Langzeitfolgen zu vermeiden. Die Prognose ist von verschiedenen Faktoren abhängig.

Vorbeugung von Nacken-Schulter-Arm-Syndrom

Vor allem ein Schulter-Nacken-Arm-Syndrom, das aus Fehlbelastungen resultiert, kann effektiv vorgebeugt werden. Einseitige Belastungen, Bewegungsabläufe und Haltungen sollten unbedingt vermieden werden. Bei entsprechenden Tätigkeiten, beispielsweise einem langen Sitzen am Schreibtisch, sollte diese Haltung regelmäßig unterbrochen werden. Dies wirkt entlastend auf die Muskulatur. Die Stützmuskulatur des Rückens kann durch Gymnastik und körperliche Bewegung gekräftigt werden.

Resultieren die Symptome aus Stress, sind verschiedene Entspannungstechniken hilfreich, um erneute Beschwerden zu vermeiden. Durch diese Maßnahmen kann ein besserer Umgang mit Belastungen erlernt werden. Wenn die innere Anspannung abfällt, lösen sich häufig auch die Verspannungen im Bereich des Nackens und der Schulter. Daher sind sie Behandlung und Vorbeugung zugleich. Bewährt hat sich zur Lösung von inneren Anspannungen beispielsweise Autogenes Training.

Fazit

Dies war alles Wissenswerte rund um das Nacken-Schulter-Arm-Syndrom. Bewegung ist wichtig, da Ruhe und Schonung den Heilungsprozess verzögern. Daher ist Krankengymnastik in der Regel das beste Behandlungsmittel. Ein wichtiger Aspekt der Vorbeugung ist die Stärkung der Rückenmuskulatur. Einseitige Belastungen der Wirbelsäule sollten vermieden werden. Das Gleiche gilt für Stress, denn dieser kann Verspannungen und Muskelverhärtungen begünstigen.

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Letzte Version vom 7. August 2018 von
Über den Autor René Dasbeck Hauptberuflich bin ich als IT-Experte in einem Kinderzeitschriftenverlag tätig, privat glücklicher Vater zweier toller Töchter und hier Betreiber einer Webseite, auf der ich vom täglichen Kampf gegen meine Schmerzen im Nacken und Rücken berichte. In den letzten Jahren habe ich viele Probleme mit meinem Körper aushalten müssen, konnte aber durch intensive Beschäftigung mit dem Thema viel Wissen aufbauen, das leider die meisten Mediziner mir nicht bieten konnten. Letzten Endes habe ich Schmerzen weitestgehend aus meinem Leben verbannen können. Um anderen Leidgenossen zu helfen, gebe ich hier einen umfassenden medizinischen Überblick und meine Erfahrungen über Schmerzen vieler Art weiter und empfehle so manches Buch oder Produkt, welches mir im Kampf gegen die Schmerzen geholfen haben. Mehr Informationen über mich und meine Erfahrungen findest du auf meiner "Über mich"-Seite. Und wenn du Rat zu Nackenschmerzen benötigst, kannst du mich gerne unter info@schmerz-im-nacken.de anschreiben.
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