Krankheiten die Nackenschmerzen verursachen können

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Ursachen für Nackenschmerzen
Ernste Erkrankungen wie Tumore, Herzerkrankungen, Rheuma oder Meningitis, haben nicht selten Nackenschmerzen als unangenehmes Begleitsymptom.

Tumore

Nackenschmerzen haben viele verschiedene Ursachen. Zum Glück sind sie selten das Anzeichen einer ernsten Erkrankung. Doch gelegentlich kann auch ein Tumor der Auslöser sein. Es ist wichtig, die Gefahrenzeichen zu kennen. Nackenschmerzen, die sich nachts verschlimmern oder wenn noch Fieber oder ein Gewichtsverlust hinzukommen, können auf einen Tumor hinweisen.

Welche Tumore kommen bei Nackenschmerzen infrage?

Tumore im Halsbereich können der Grund für Nackenschmerzen sein. Wenn sich beispielsweise an einem Wirbel oder der Schilddrüse ein Tumor gebildet hat, kann es zu Nackenschmerzen kommen. Die Lymphknoten sind in diesem Fall häufig vergrößert, sodass sie sich gut ertasten lassen. Wenn eine Krebserkrankung zu Nackenschmerzen führt, können außerdem Metastasen, die sich in der Wirbelsäule befinden, der Auslöser sein. Es handelt sich also um Tochtergeschwülste, wenn der Tumor gestreut hat.

Bildgebende Verfahren und andere Methoden dienen der Diagnosestellung. Dazu gehören:

  • Röntgenuntersuchung
  • Computertomographie (CT) liefert detaillierte Bilder der inneren Strukturen
  • Magnetresonanztomographie (MRT) erzeugt besonders detaillierte Bilder der Knochen und Weichteilgewebe
  • Laboruntersuchungen wie Blutuntersuchungen

Besonders wichtig ist eine frühzeitige Erkennung und Behandlung durch einen spezialisierten Arzt. Viele Patienten können heutzutage dank der verbesserten medizinischen Möglichkeiten vollständig geheilt werden. Die genaue Behandlung richtet sich nach der jeweiligen Erkrankung.

Zusammenfassung

Als Tumor werden Geschwulste bezeichnet. Diese entstehen dadurch, dass neues wächst, wo es im Normalfall nicht wachsen sollte. Bei unklaren Nackenschmerzen kann theoretisch auch Krebs eine Ursache sein. Glücklicherweise ist dies eher selten der Fall.

Herzkrankheiten

50 Prozent aller Erwachsenen kennen Nackenschmerzen. Oft kommen ein steifer Hals sowie Schmerzen an der Schulter und am Arm hinzu. Stellt sich die Frage, was hinter den Beschwerden steckt. Die Ursachen sind vielfältig. Auch Herzkrankheiten können als Auslöser infrage kommen.

Krankheiten der inneren Organe wie eine Herzkranzgefäßerkrankung, koronare Herzkrankheit oder ein Herzinfarkt können Nackenschmerzen verursachen. Die Erkrankungen sind durch folgende Merkmale gekennzeichnet:

  • Angina Pectoris
    Die Symptome sind sehr unterschiedlich, sodass sie häufig zu Fehlinterpretationen führen. Neben Bauch-, Rücken und Brustschmerzen können die Schmerzen auch bis in die Schulter, den Nacken, Arm oder in die Hand ausstrahlen. Daher können auch Nackenschmerzen aus dieser Erkrankung resultieren.
  • Herzinfarkt
    Der Herzinfarkt wird durch einen Blutpfropf ausgelöst, der eine Koronararterie verschließt. Ein verengtes Herzkranzgefäß ist ein häufiger Grund für die Undurchlässigkeit. Der Pfropf kann innerhalb der ersten Stunden nach dem Infarkt noch mit Medikamenten aufgelöst werden. Daher ist eine sofortige Behandlung sehr wichtig. Zu den Symptomen gehören ein Brennen im Brustkorb, Schmerzen in der Brust, zwischen den Schulterblättern, im Hals und Nacken, in beiden Armen sowie im Oberbauch.

Bei Verdacht auf Herzkrankheit unbedingt Arzt aufsuchen

Im Allgemeinen ist bei Nackenschmerzen zunächst einmal der Hausarzt zuständig, der häufig an einen Orthopäden überweist. Bei einem Verdacht auf Herzkrankheiten werden jedoch Ärzte anderer Fachrichtungen hinzugezogen, beispielsweise Kardiologen. Es stehen verschiedene kardiologische Diagnoseverfahren zur Verfügung, um Herzkrankheiten zu erkennen. Sprechen die Symptome für einen Herzinfarkt, sollte sofort der Notarzt gerufen werden, da hier keine Zeit verstreichen darf.

Zusammenfassung

Pochende Nackenschmerzen sowie Schmerzen oder Druck im Brustkorb sollten ernst genommen werden, da sie manchmal durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen ausgelöst werden. Laut Schätzungen resultieren mehr als 30 Prozent der Todesfälle aus Herz- und Gefäßkrankheiten. Zu den immer wieder erwähnten Hauptursachen gehören die gewöhnlichen Zivilisationsfaktoren wie zu fettes Essen und damit einhergehendes Übergewicht, Rauchen, Stress und Bluthochdruck.

Chrondrose

Die Chondrose ist eine Krankheit, die alle Teile der Wirbelsäule beeinträchtigen kann. Am häufigsten ist die Halswirbelsäule betroffen, da es der beweglichste Teil ist und auf diesen die größte Last fällt. Da sich bei der Chondrose die Bandscheiben im Halsbereich abnutzen, kann dies zu Nackenschmerzen führen.

Die Arthrose äußert sich im Bereich der Wirbelsäule auch gern in der Form einer Chondrose. Dieser Begriff beschreibt degenerative Veränderungen der Gelenkknorpel. Hierfür spricht bei der Krankheitsdiagnose die Endung „-ose“. Es handelt sich bei der Chondrose also um eine Abnutzung bzw. Verschleißerscheinungen. Das Wort vor der Endung „-ose“ sagt, an welchem Körperteil sie auftreten. Bei der Chondrose sind die Knorpel betroffen, speziell die Bandscheiben. Letztere dienen zwischen den einzelnen Wirbeln als Verbindungsstücke und Polster. Sie schützen die Wirbelkörper bei den Bewegungen.

Bei länger andauernden Nackenschmerzen Arzt aufsuchen

Durch die andauernde Belastung im Alltag können Verschleißerscheinungen auftreten. Diese zeigen sich im Röntgenbild durch verringerte Zwischenräume zwischen den Wirbeln, denn die Bandscheiben werden dünner. Die Chondrose macht sich außerdem durch Schmerzen bemerkbar. Zudem sind Taubheitsgefühle, Bewegungseinschränkungen bis hin zu Lähmungen möglich. Letzten Endes sind die genauen Symptome von der Lokalisation abhängig. Bei der Halswirbelsäule sind es auch Nackenschmerzen. Bei einer Chrondose wird der Hausarzt an einen Physiotherapeuten überweisen. Auch Salben können helfen. Bei stark ausgeprägten Schmerzen kann der Arzt Spritzen geben.

Zusammenfassung

Wer entsprechende Symptome feststellt, sollte einen Arzt aufsuchen. Es ist wichtig, dass eine passende Therapie eingeleitet wird, da die Nackenschmerzen sonst immer wieder kehren können.

Meningitis als Auslöser für schmerzhafte Nacken

Meistens resultieren Nackenschmerzen nicht aus schweren Erkrankungen und bessern sich im Idealfall innerhalb weniger Tage. Doch leider gibt es auch andere Fälle, in denen sie auf eine schwere Krankheit hindeuten. Dazu gehört die Meningitis (Hirnhautentzündung), die als Auslöser infrage kommen kann.

Meningitis

Die Meningitis ist eine Erkrankung, welche die Hirnhaut mit einer viralen oder bakteriellen Infektion betrifft. Die Hirnhaut fungiert für das Gehirn und Rückenmark als Schutz, doch bei einer Infektion treten Kopf- und Nackenschmerzen auf, die mittelschwer oder schwer sein können. Weitere Begleiterscheinung sind hohes Fieber, Schlappheit und Müdigkeit. Die Symptome ähneln häufig Grippebeschwerden.

Der Betroffene entwickelt ein schweres Krankheitsgefühl. Aufgrund eines steifen Nackens sind zudem die Bewegungen des Kopfes meist eingeschränkt. Eine bakterielle Infektion ist im Vergleich zur viralen weitaus beunruhigender. Zu den möglichen Komplikationen gehören Hirnschäden und ein Hörverlust. Daher ist eine frühzeitige Behandlung der Meningitis überaus wichtig. Die Hirnhautentzündung ist eine sehr ernstzunehmende Krankheit, die schlimmstenfalls zum Tod führen kann.

Steifen Nacken als Alarmsignal ansehen und Arzt aufsuchen

Bei Hinterkopfschmerzen und einer ausgeprägten Nackensteifheit sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden. Patienten können ihren Kopf nicht mehr genug nach vorn beugen. Die seitlichen Drehbewegungen hingegen verursachen weniger Schmerzen. Die Symptome einer Meningitis können jedoch je nach Krankheitserreger, betroffenem Hirnhautbereich und Schweregrad unterschiedlich sein.

Beim Verdacht, dass eine Meningitis vorliegt, hält der Arzt den Kopf des Betroffenen und beugt ihn auf die Brust. Die Hirnhäute werden dabei gedehnt. Bei einer Entzündung ist die Bewegung sehr schmerzhaft oder gar nicht möglich. Zudem kann eine Lendenpunktion zum Einsatz kommen. Hierbei wird in die Wirbelsäule eine Nadel eingeführt, um von der Flüssigkeit eine Probe zu entnehmen, die das Hirn und Rückenmark umgibt. Damit kann eine Meningitis erkannt werden.

Zusammenfassung

Wenn Nackenschmerzen länger als eine Woche andauern, sehr belastend sind oder andere Symptome hinzukommen, sollte ein Arzt aufgesucht werden, um schwere Erkrankungen wie die Meningitis als Auslöser zu erkennen oder auszuschließen. Die Hirnhautentzündung kann tödlich sein, sodass sie ein medizinischer Notfall ist. Es ist sehr wichtig, die Meningitis zu diagnostizieren, um eine angemessene Behandlung einzuleiten. Bei einer bakteriellen Meningitis kommen Antibiotika zum Einsatz. Sie können eine Ausbreitung der Infektion verhindern.

Rheuma

Nackenschmerzen können vielfältige Ursachen haben. Auch rheumatische Krankheiten gehören zu den möglichen Auslösern. In der Folge können akute oder chronische Beschwerden auftreten. Es ist wichtig, den Zusammenhang zu erkennen und eine entsprechende Therapie einzuleiten, um die Nackenschmerzen dauerhaft zu beseitigen.

Rheuma – verschiedene Krankheiten der Bewegungsorgane

Rheuma ist kein eigenständiges Krankheitsbild, sondern der Überbegriff für Erkrankungen an den Bewegungsorganen. Sie gehen fast immer mit Schmerzen und oftmals mit einer eingeschränkten Bewegung einher. Bei den Krankheiten wird zwischen vier Hauptgruppen unterschieden:

  • Entzündlich-rheumatische Erkrankungen, beispielsweise rheumatoide Arthritis oder Morbus Bechterew
  • Degenerative Gelenk- und Wirbelsäulenerkrankungen: Arthrose, bei der aufgrund einer Abnutzung der Gelenkknorpel geschädigt ist
  • Weichteilrheumatismus: nicht-entzündliche Überlastung der Muskeln sowie Reizung der Sehnen und anderer Weichteilgewebe
  • Stoffwechselerkrankungen mit rheumatischen Beschwerden wie Osteoporose oder Gicht

Facharzt aufsuchen

Wird ein Zusammenhang zwischen rheumatischen Erkrankungen und Nackenschmerzen vermutet, ist es sinnvoll, einen Hausarzt aufzusuchen, der bei Bedarf an einen Rheumatologen überweisen kann. Folgende Merkmale sprechen für eine entzündlich-rheumatische Erkrankung als Auslöser chronischer Nackenschmerzen:

  • jünger als 40 Jahre alt
  • Beschwerden beginnen schleichend und bestehen seit mindestens drei Monaten
  • bei Bewegung verbessern sich die Beschwerden
  • morgens sind die Schmerzen am stärksten ausgeprägt
  • Morgensteifigkeit der Wirbelsäule

Wenn diese Anzeichen vorhanden sind, liegt wahrscheinlich eine entzündlich-rheumatische Erkrankung vor. Dann ist eine weitere Abklärung erforderlich, um die Nackenschmerzen auf Dauer zu beseitigen.

Ernährung spielt bei Rheuma-Patienten eine wichtige Rolle

Rheuma-Patienten sollten ihre Ernährung überprüfen und gegebenenfalls umstellen. Ein entscheidender Faktor ist hierbei eine Übersäuerung. Mit Kalzium kann dagegen angegangen werden. Mit hochwertigen organischen Mineralstoffkomplexen können die Kalziumspeicher wieder aufgefüllt werden. Kalzium, Magnesium sowie weitere basenaktive Mineralstoffe sind sehr wichtig, da sie die schädlichen Säuren binden, sodass sie über die Nieren anschließend ausgeschieden werden.

Zusammenfassung

Nackenschmerzen können sehr unterschiedliche Ursachen haben. Die wenigstens Patienten denken an eine rheumatische Erkrankung. Doch sie kann der Auslöser sein und sollte behandelt werden.

Migräne

Migräne kann nicht nur die typischen pochenden Kopfschmerzen und weitere Symptome verursachen, sondern auch Nackenschmerzen. Doch wo kommt der Zusammenhang zwischen Nackenschmerzen und Migräne her? Was kann dagegen getan werden und ist eine Vorbeugung möglich? Welcher Arzt sollte aufgesucht werden? Diese Fragen werden nachfolgend beantwortet.

Wie entstehen Nackenschmerzen durch Migräne?

Eine Migräne kann neben den Kopfschmerzen noch verschiedene andere Schmerzen und Symptome auslösen. Dazu gehören auch Nackenschmerzen. Wenn beides gemeinsam vorhanden ist, kann dies sehr unangenehm sein. Der Zusammenhang zwischen der Migräne und den Nackenschmerzen lässt sich durch eine spezielle Verbindung zwischen dem Trigeminusnerv erklären, der für die Wahrnehmung der Schmerzen im vorderen Kopf, Gesicht und in den Hirnhäuten zuständig ist, sowie dem großen Hinterhauptsnerv, welcher am Nacken und Hinterkopf verläuft. Die Ausläufer der beiden Nerven treffen im Gehirn zusammen. Dies begründet, warum bei einer erhöhten Aktivität des Trigeminusnervs eine Migräne zu Nackenschmerzen führen kann.

Migräne behandeln, um Nackenschmerzen zu vermeiden

Wenn die Migräne die Nackenschmerzen verursachen, ist es wichtig, diese zu behandeln. Eine Migräne ist gut behandelbar, da die Medizin in den vergangenen Jahren in diesem Bereich erhebliche Fortschritte gemacht hat und Patienten wirksam geholfen werden kann. Für die Akuttherapie gibt es gute Medikamente. Bei einer Migräneattacke, bei der die Schmerzen leicht bis mittelgradig sind, können rezeptfreie Wirkstoffe wie Ibuprofen, Paracetamol oder ASS helfen. Bei schweren Migräne-Attacken kommen häufig Triptane zum Einsatz, die bei vielen Betroffenen eine gute Wirkung zeigen. Die Schmerzmittel können mit Medikamenten gegen Übelkeit kombiniert werden. Triptane sollten jedoch pro Monat nicht häufiger als zehn Mal angewendet werden.

Kaum Untersuchungen erforderlich

Wer wiederholt unter diesen Beschwerden leidet, sollten sie von einem Neurologen oder Nervenarzt abklären lassen. Oftmals werden unnötige Untersuchungen veranlasst. Bei einer Migräne, die zu Nackenschmerzen führt, ist, wenn die Untersuchung des Nervensystems normale Befunde zeigt, eine weitere Diagnostik in der Regel entbehrlich. Meist lässt sich der Zusammenhang schon durch eine sorgfältige Anamnese und Untersuchung erkennen, sodass apparative Untersuchungen überflüssig sind.

Vor allem Röntgenuntersuchungen und Kernspintomografien der Halswirbelsäule sind meistens nicht sinnvoll, da sie nicht nur den Patienten verunsichern, sondern auch eine unnötige Strahlenbelastung und hohe Kosten verursachen. Durch eine vorbeugende Behandlung mittels Betablocker und regelmäßigem Ausdauersport können sich die Beschwerden zurückbilden.

Zusammenfassung

Wer häufig unter Migräne und Nackenschmerzen leidet, sollten die Beschwerden abklären lassen. Nur so kann eine richtige Diagnose gestellt und eine entsprechende Behandlung eingeleitet werden.

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